EHC Biel – letzte Chance für einen Coup?

12.9.2022 - Von Maurizio Urech

Die Seeländer haben in den letzten Jahren mit Ihren Transfers ein klares Zeichen gesetzt: Man will zu den Top-Teams der Liga zählen. Dies zeigen die Verpflichtungen u.a. von Jonas Hiller, Beat Forster, Yannick Rathgeb, Damien Brunner, Luca Cunti, Mike Künzle und die Rückkehr von Gaëtan Haas in den letzten Jahre. Doch trotz dieser namhaften Zuzüge blieb der Erfolg aus.

Auch letzte Saison lief es nicht wunschgemäss. Im Viertelfinale gegen die ZSC Lions, als man einen Matchpuck vor eigenem Publikum hatte und diesen verspielte und dann das entscheidende Spiel 7 verlor, war dieses Erlebnis ein schmerzhaftes Déjà-vu. Ein Szenario, das sich in den letzten Jahren mehrmals wiederholte. Man verspielte mehrmals in den Playoffs einen Vorteil und musste die Segel dann im Spiel sieben streichen. Offenbar fehlt den Seeländern der Killer Instinct um einen enge Playoff-Serie zu beenden.

Nach dem längerfristigen Ausfall von Joren van Pottelberghe hatte man mit dem finnischen Weltmeister Goalie Juho Olkinuora einen Klassetorhüter verpflichtet, doch dann wechselte dieser in die NHL zu den Detroit Red Wings und an seiner Stelle kam Harri Sateri aus der NHL, wo er allerdings nie Stammtorhüter war, aber er wird in der NL sicher den einen oder anderen Punkt stehlen können. Aus Langnau kam Jesper Olofsson und Verteidiger Luca Christen aus Langenthal. Als Ersatztorhüter wurde der routinierte Simon Rytz verpflichtet.

Die Resultate der Vorbereitungsspiel waren mehr als durchzogen, man konnte nur zwei Siege gegen Teams aus der SL feiern und kassierte u.a. eine 1:8-Klatsche gegen Gottéron. In den letzten Vorbereitungsspielen vor dem Saisonstart gegen Ambri-Piotta und den HC Lugano fehlten mit Verteidiger Lööv und den Stürmern Brunner, Cunti, Haas, Künzle und Hischier gleich mehrere Stammkräfte. Es bleibt abzuwarten wer zum Saisonstart wieder fit sein wird.

Wir haben in der Einleitung davon gesprochen, dass diese Saison vielleicht die letzte Chance für die Seeländer sein wird, um zu versuchen etwas Wichtiges zu erreichen. Dies weil wichtige Spieler wie Beat Forster (39), Robin Grossmann (35) sowie die Stürmer Damien Brunner (36) und Luca Cunti (33) langsam in die Jahre kommen und da die Liga jedes Jahr etwas besser und schneller wird und vor allem die zwei Stürmer verletzungsanfällig sind, muss Coach Antti Törmänen hoffen, dass andere Spieler diese Lücke auffüllen können z.B. Luca Hischier und Mike Künzle. Toni Rajala ist eine Garantie, Jesper Olofsson erzielte letzte Saison 50 Punkte in 43 Spielen für die SCL Tigers. Genauso produktiv sollte er auch diese Saison sein. Dazu müssen die Seeländer hoffen dass Leitwolf Gaetan Haas verletzungsfrei durch die Saison kommt.

Auch Coach Antti Tormänen, der lange Zeit unumstritten war, muss diese Saison liefern. Das frühe Aus in den Playoffs gegen die ZSC Lions entsprach nicht den Ansprüchen, die man im Seeland mittlerweile hat.

Aufgrund der vielen Fragezeichen vor dieser Saison glauben wir nicht, dass sich die Seeländer diesmal direkt für die Playoffs qualifizieren werden.

hockeyfans.ch-Ranglistentipp
1.
2. ZSC Lions
3.
4.
5.
6.
7.
8.
9. EHC Biel
10.
11. HC Ambrì-Piotta
12.
13.
14. SCL Tigers
 

 

Zum Saisonstart: Slapshot Hockey-Guide 2022/2023

Jetzt vorbestellen! Der Guide erscheint Mitte September!
CHF 20 (zzgl. Porto)

Bestellung

Background-Portal

Biel


Routiniert, aber bislang ohne Playoff-Glück: Der EHC Biel in einem Vorbereitungsspiel gegen Augsburg. Foto: Max Pattis