U18: Verhalten steht im Vordergrund

31.7.2022 - Von Andreas Robanser

Mit dem Hlinka Gretzky Cup in Kanada startet das U18-Nationalteam in die neue Saison. Für Trainer Marcel Jenni steht das Verhalten und Leistung im Vordergrund.

Nach insgesamt 10 Trainingstagen wobei das Team insgesamt vier Spiele bestritt wartet in der Nacht auf Montag in Red Deer Gastgeber und Rekordsieger Kanada zum Turnierauftakt auf die Mannschaft von Trainer Marcel Jenni.

Jenni zeigte sich mit dem Team bisher recht zufrieden: «Die Jungs waren sehr wachsam. Sie haben sehr gut mitgezogen. Es ist eine Gruppe die wirklich lernen will und vorwärtskommen möchte. Das spürt man in dieser Gruppe sehr.»

Noch in der Schweiz gab es drei Testspiele, wobei wobei es drei Niederlagen gab. «Im ersten Spiel waren wir klar unterlegen; so der Trainer. «Wir brauchen immer etwas mehr Zeit um uns an den Rhythmus zu gewöhnen, aber bei Spiel 2 und 3 waren wir, wenn man auf die Statistiken sieht, besser aber in Spiel 2 hatten wir zu viele Turnover.»

Marcel Jenni sprach auch an das die Spieler bei den internationalen Zusammenzügen viel in sehr kurzer Zeit lernen müssen und dies ginge nur Schritt für Schritt.

Nach der Reise an den Spielort des diesjährigen Hlinka Gretzky Cup nach Red Deer stand am Donnerstag noch ein erfolgreiches Testspiel gegen Deutschland auf dem Plan. Diesen Sieg zählt für Marcel Jenni aber nur wenig: «Für mich zählt weniger das Resultat. Zu unseren Prozess, Leistung und Verhalten steht über alles und das Resultat ist nicht der Fokus. Es ist immer gut zu gewinnen aber es spiegelt eben die gute Arbeit die man macht und das ist das gute. Ein Sieg ist schön besonders gegen Deutschland aber die Art und Weise ist viel wichtiger in Hinblick auf die WM und natürlich auch auf dieses Turnier hier.»

An diesem Hlinka Gretzky Cup ist erstmals kein einziger Spieler aus dem Jahrgang 2006 mit dabei. Für diese Tatsache sieht der U18 Head Coach verschiede Gründe. So ist in diesem 2005er-Jahrgang mehr Breite vorhanden und das sieht Jenni positiv. Dies habe aber auch mit einem gewissen Reifeprozess zu tun. So sieht Jenni im Moment keinen aus dem 2006 Jahrgang der im Moment die Reife hätte hier mitzuspielen. «Die brauchen Zeit aber es kann gut sein das sich der eine oder andere aufdrängen kann. Die Endwicklung muss sehr gut beobachtet werden und dann kann es gut sein das wir einen Underager an der WM dabei haben. Im Moment wäre es zu früh und diese Spieler müssen sich einmal in der U17 zeigen, das sie internationales Level haben.»

Über den Gegner Kanada zum Turnierauftakt meinte Head Coach Marcel Jenni – und zitierte dabei unbewusst einen Satz aus dem legendären Interview seines Vorgängers Christian Wohlwend an der U20-WM 2018 in Buffalo: «Man kennt ja die Kanadier, die kommen aus den Startblöcken wie die Verrückten aber wir werden das bestmögliche machen.» Dann fügte Marcel Jenni noch hinzu: «Wir werden kämpfen und uns zerreissen. Das ist garantiert.»

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Trainer Marcel Jenni und seine U18-Nationalmannschaft beim Training in Red Deer. Foto: Andreas Robanser