SCB-Rekordspieler Gerber vor seiner letzten Saison

29.8.2021 - Von Roman Badertscher

Vor dem Saisonstart hat sich hockeyfans.ch mit SCB-Urgestein Beat Gerber, der vor seiner letzten Saison als Spieler steht, unterhalten.

Du bist der dienstälteste Spieler und du kennst fast alle Mannschaften. Die letzte Saison hat im Playoff -Viertelfinal geendet. Was ziehst du jetzt für eine Bilanz?

Gerber: „Es war eine durchzogene Saison. Am Anfang sind wir sicher nicht gut gestartet, dafür nachher immer besser ins Spiel gekommen. In den Pre-Playoffs haben wir Davos bezwungen und gegen Zug haben wir im Grossen und Ganzen keine so schlechte Serie gespielt. Manchmal fehlte etwas die Klasse oder das nötige Glück in den entscheidenden Phasen.“

Es gab diesen Sommer einige Abgänge. Dafür werden mehr junge Spieler eingebaut. Wie schätzt du das Team aktuell ein?

Gerber: „Ich glaube, es ist eine riesen Chance für die jungen Spieler, die jetzt im Sommer auch mit uns trainieren können. Für den einen oder anderen wird es nächste Saison eine riesige Chance geben. Wir hatten ein paar Abgänge, aber irgendwann müssen die jungen Spieler Erfahrung sammeln und das ist jetzt genau die Chance für solche Spieler.“

Der SC Bern hat Kaspars Daugavins verpflichtet. Gegen ihn hast du schon gespielt, als er noch bei Genf-Servette gespielt hatte. Was erhofft man sich von ihm in der Mannschaft?

Gerber: „Damals als er in Genf war, war er immer ein sehr kräftiger Spieler und gut in den Zweikämpfen. Ich glaube, das ist das, was uns letztes Jahr etwas gefehlt hat. Wir hatten zu wenig Spieler, die den Unterschied in dieser Position schaffen konnten. Das ist sicher eine positive Verpflichtung in dieser Hinsicht.“

Wie ist das Sommertraining für dich abgelaufen? Siehst du Unterschiede im Vergleich zu letztem Jahr?

Gerber: „Das Sommertraining ist ähnlich aufgebaut wie in den letzten paar Jahren. Wir haben auch den gleichen Konditionstrainer. Mathias Glarner war neu dabei. Mathias pushte uns dort, wo er das Gefühl hatte, dass man sich noch verbessern kann. Im Grossen und Ganzen war es recht streng. Wir gingen auch im Sommer dreimal die Woche aufs Eis.“

Was denkst du braucht es noch, um am 7. September zum Saisonstart bereit zu sein?

Gerber: „In der Vorbereitung gab es ein neues System. Das eine oder andere konnten wir im Sommer schon anschauen aber es wird sicher eine Zeit brauchen, bis jeder weiss worum es geht. Aber da werden die neuen Coaches sicher gut vorbereitet sein und uns das neue System gut einprägen.“

Was erhoffst du dir von der neuen Saison und worauf freust du dich am meisten?

Gerber: „Wir müssen sicher einen besseren Start haben als letzte Saison und von Anfang an bereit sein. Darauf freuen tue ich mich vor allem, dass es wieder Zuschauer geben wird. Das ist ein wichtiger Bestandteil für unser Team und dass wieder mehr Emotionen und Feuer ins Spiel hineinkommen.“

Letztes Jahr gab es zwei Heimspiele mit Zuschauer, dann jeweils Geisterspiele. Das war wohl auch für die Mannschaft eine grosse Umstellung?

Gerber: „Ja, wir sind auch eine Mannschaft die Emotionen im Spiel brauchen. Dies hat sich auch in der Vergangenheit gezeigt. Wir waren dann meistens eine Klasse besser, wenn Feuer und Emotionen im Spiel waren.“

Es gab ein neues Trainerteam. Du hast viele kommen und gehen sehen. Wie läuft die Arbeit mit den neuen ab und wie wird der SCB spielen?

Gerber: „Das Spielsystem, welches wir spielen werden, kann ich jetzt nicht genau sagen. Das Eishockey können wir ja nicht neu erfinden aber wir werden sicher aggressiver sein als in den letzten paar Jahren, mit mehr Forechecking und mehr Druck auf den Gegner aufbauen.“

Dann gab es ebenfalls einen Wechsel auf dem Posten des Sportchefs. Welchen Einfluss hat Andrew Ebbett auf das Team?

Gerber: „Ich glaube, er kennt die Mannschaft natürlich hervorragend, weil er auch selber hier gespielt hat. Die meisten Spieler kennt er, die jüngeren vielleicht noch etwas weniger. Aber ich denke, er arbeitet sich gut ein und gleichwohl ist er noch gefordert. Eine Position für den Ausländer ist noch offen und da wird er sicher dran sein, eine gute Lösung zu finden.“

 

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