Champions League: Wer schafft es unter die letzten Vier?

2.12.2019 - Von Maurizio Urech

Morgen Abend finden die Hinspiele der Viertelfinals in der Champions Hockey League statt. Wie stehen die Chancen der Schweizer Clubs?

EHC Biel – Frölunda Indians (SWE)

Nachdem die Seeländer dank dem Treffer durch Toni Rajala die Augsburger Panther in der Verlängerung ausgeschaltet haben, folgt mit den Schweden von Frölunda Göteborg ein richtiger Härtetest für die Mannschaft von Antti Törmänen. Die Mannschaft aus der zweitgrössten Stadt Schwedens war die dominante Mannschaft in der CHL in den letzten Jahren.

Wichtig für die Bieler ist vor allem, dass rechtzeitig vor diesem Spiel einige Spieler wie Damien Brunner zurückgekehrt sind. Eine Schlüsselrolle wird sicherlich Goalie Jonas Hiller einnehmen. Gegen eine schwedische Mannschaft gilt es, die wenigen Chancen, die man wohl erhalten wird, auszunutzen. Der EHC Biel hat genügend Qualität in der Offensive um dies umzusetzen.

Wir erwarten erneut zwei enge Spiele und dank dem Heimvorteil im Rückspiel glauben wir, dass sich die Bieler durchsetzen werden.

Lausanne HC – Lulea HF (SWE)

Genau wie die Seeländer hat es auch die Mannschaft von Ville Peltonen geschafft, sich bei der ersten Teilnahme in der CHL gleich für die Viertelfinals zu qualifizieren. Nachdem man sich gegen Pilsen durchgesetzt hat, wie Biel erst in der Verlängerung, folgt mit Lulea ein Gegner mit ganz anderen Charakteristiken. Die Nordschweden sind nicht nur spielerisch stark, sondern werden auch physische Präsenz markieren. Ein richtiger Härtetest für Lausanne – eine Mannschaft, die mit grossen Ambitionen in die Saison gestartet ist. Jetzt kann man auch auf europäischem Parkett zeigen, dass man auch für grosse Aufgaben gerüstet ist. Wie Biel hat auch Lausanne eine gute Offensive, die jederzeit für drei bis vier Tore gut ist. Der Schlüssel für ein Weiterkommen wird die Defensive samt Torhüter Tobias Stephan sein.

Aufgrund der grösseren Erfahrung glauben wir, dass sich Lulea durchsetzen wird.

EV Zug – Mountfield Hradec Kralove (CZE)

Indem sich die Mannschaft von Dan Tagnes gegen Tappara Tampere durchgesetzt hat, zeigte man, dass man dieses Jahr die CHL ernst nimmt und durchaus Ambitionen hat.

Mountfield setzte sich knapp gegen die Adler Mannheim durch, eine spielerisch starke Mannschaft. Aber der diesjährige EVZ muss sich sicher nicht vor den Tschechen verstecken. Die Offensive, die durch Grégory Hofmann angeführt wird, hat auch auf diesem Niveau das Potential um mehr als drei Tore pro Spiel zu erzielen, und wenn das Powerplay wie bisher funktioniert, werden es auch mehr sein. In der Meisterschaft hatten die Innerschweizer hin und wieder Probleme in der Defensive. Bei einer konzentrierten Leistung im Defensiv-Spiel ist ein Weiterkommen möglich.

Aufgrund des offensiven Potentials und des bisher überragenden Powerplays glauben wird, dass sich der EVZ fürs Halbfinale qualifizieren wird.

Morgen gehts los

Biel und Zug haben den Heimvorteil im Rückspiel nächste Woche auf ihrer Seite und starten morgen auswärts. Lausanne beginnt mit einem Heimspiel. In der vierten Paarung duellieren sich der deutsche Meister Red Bull München und Djurgarden Stockholm aus Schweden.