Valentin Hofer: Ein echter Zuger

10.8.2019 - Von Fabian Lehner

Valentin Hofer ist ein typischer Spieler für die Schweiz. Nicht der kräftigste, aber schnell und wendig. Ab und zu wurden wir gestern in Piestany von Scouts nach ihm gefragt. Die ersten Eindrücke des Stürmers aus der Zuger Academy waren nicht schlecht. Sein Potenzial hat er mit 12 Punkten bei den Elite A Junioren bereits angedeutet. Wir sprachen mit ihm über seine Zukunft bei Zug und den Hlinka Gretzky Cup.

«Wir hatten einen sehr guten Match gegen die Tschechen und dann ging es schnell gegen die Kanadier und die Finnen», beschreibt er die Gruppenphase. Gegen die Slowaken hatte er ein ausgeglichenes hartes Spiel erwartet. «Dass es ein Spiel mit so vielen Toren wird, hatte ich auch nicht gedacht», blickt er auf das abschliessende Platzierungsspiel zurück. Dennoch nimmt er auch positive Dinge aus dem Turnier mit. «Gegen die Kanadier zu spielen war eine tolle Erfahrung. Es ist das erste Mal, dass wir gegen sie gespielt haben.» Es sei spannend und lehrreich zu sehen, wie die kanadische U18-Nationalmannschaft spielt. «Von dem und den anderen Spielen kann ich einiges mitnehmen für mein Spiel im Klub.»

Diesen Erfahrungsrucksack nimmt der bei einigen Talentspähern positiv aufgefallene Zuger mit zu seinem Stammklub den EVZ. «Als Zuger kam es für mich nie in Frage zu wechseln», spricht er die Liebe zu seinem Heimatklub an. Auch das Projekt mit dem neuen Trainingszentrum «On Your Marks» begeistert ihn. «Ich hatte noch keine Besichtigung, aber uns wurde schon angekündigt, was auf uns zukommt. Da freuen wir uns alle darauf!» ist er sichtlich begeistert vom Trainingskomplex, welches der EVZ in Cham errichtet. Auf alle Fälle scheint er motiviert seine 9 Tore und 12 Punkte aus der vorigen Elite A Saison zu steigern. Das dürfte ihm gelingen, sofern er nicht bereits viele Einsätze bei der EVZ Academy in der Swiss League erhält. Die ersten Trainings hatte er bereits mit der Academy absolviert. «Mit dem NL-Team leider noch nicht», meint er noch. Doch habe er bereits mit dem Olympia-Helden von 2006, Paul di Pietro trainiert. Der ehemalige Nationalspieler ist bei Zug unter anderem als Schusstrainer engagiert.

«Ich möchte sehr gerne bei der U18-WM dabei sein. Das ist definitiv ein Ziel, worauf ich hinarbeite», sagt Hofer. «Es ist immer eine coole Zeit mit den Jungs bei der Nati zu sein. Wir kennen Martin Höhener von der U17. Deshalb wissen wir schon, wie er spielen will», führt er aus.

Mit Zug will er die Playoffs erreichen. «Letztes Jahr hatten wir die Playoffs als sehr junges Team knapp verpasst», blickt er zurück. Dieses Jahr will er als Leader voran gehen und diese Scharte auswetzen. Dafür will er seine Stärken im läuferischen Bereich einbringen. «Mein Schuss gehört auch zu meinen Stärken», ergänzt er. Nachholbedarf sieht er vor allem in der Geduld an der Scheibe. «Ich muss noch lernen, bevor ich die Scheibe bekomme, zu sehen wo meine Mitspieler sind», gibt er sich auch kritisch. Valentin Hofer ist auf alle Fälle ein interessanter Spieler. Wir freuen uns bald mehr von ihm zu hören. Die Werkzeuge für eine anständige Karriere bringt er auf alle Fälle mit.

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Hofer

Valentin Hofer im Einsatz für die Schweizer U18-Nationalmannschaft. Foto: Andreas Robanser