Eine Frauen-WM für die Geschichtsbücher

15.4.2019 - Von Andreas Robanser

Mit WM Titel Nummer 5 in Folge und der Silbermedaille für Finnland ging gestern in Espoo die Frauen-WM zu Ende. Für die Schweizerinnen lief es nicht nach Wunsch – ein kurzer Rückblick.

Am Sonntag ging mit dem dramatischen und viel diskutierten fünften WM-Gold für die US-Amerikanerinnen die Frauen-Eishockey-Weltmeisterschaft in Finnland zu Ende. Mit den Gastgeberinnen im Finale gab es erstmals kein nordamerikanisches Duell im WM-Finale. Drei Spielerinnen des All-Star Teams kommen aus Finnland und die MVP wurde erstmals mit Jenni Hiirikoski eine Europäerin.

Doch neben diesen grossen Erfolg für die Gastmannschaft mussten die Schwedinnen erstmals in der Geschichte den Weg in die Division 1A antreten. Dies half hingegen der Schweizer Frauen-Nati und so blieb man auf Platz 5 der Weltrangliste und zugleich fix in der Gruppe A, die eine automatische Viertelfinalteilnahme garantiert. Damit hat man auch gute Aussichten auf eine direkte Olympia-Qualifikation in einem Jahr.

Die Weltmeisterschaft für die Schweizer Nati selbst verlief aber weniger erfolgreich, war das Ziel doch das Viertelfinale zu gewinnen. Auch verletzungsbedingte Ausfälle wie Lara Stadler, die kein einziges Spiel bestritt, oder Evelina Raselli vor dem Viertelfinale machten diese Aufgabe noch schwieriger.

«Diese Ausfälle so kurzfristig zu kompensieren ist bei so einer jungen Mannschaft nicht einfach, wir haben versucht das Beste daraus zu machen», so Trainerin Daniela Diaz.

Seit den Olympischen Spielen im Vorjahr wurde das Team stark verjüngt und so mussten Janine Alder und Andrea Brändli die Verantwortung von Florence Schelling im Tor übernehmen. Beide Torfrauen zeigten, dass sich das Team auf sie verlassen konnte und so kamen beide trotz der fünf Niederlagen in fünf Spielen auf eine Quote von über 90%. Daniela Diaz lobte besonders Andrea Brändli: «Es war ihr erstes grosses Turnier in dieser Form und sie hat ihren Job gut gemacht.»

Das Gesamtresumee sieht aber am Ende an dieser Weltmeisterschaft weniger gut aus. So stehen fünf Niederlagen bei fünf Spielen. «Es ist herb, die vier Niederlagen in der Gruppenphase und dann noch die Niederlage im Viertelfinale, wir haben bewusst ein sehr junges Team dabei gehabt, ein sehr talentiertes Team, die alles gegeben haben und viel Erfahrung für die Zukunft gesammelt haben. Nun gilt es für Nati-Trainerin auf diese Erfahrung für die Zukunft aufzubauen.

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Die Frauen-WM 2019 endete für die Schweiz mit null Punkten. Foto: Andreas Robanser