Wir stellen vor: Yves Stoffel

14.4.2019 - Von Fabian Lehner

Vor der U18-Weltmeisterschaft in Schweden stellen wir euch Spieler vor. Heute: Yves Stoffel.

Yves Stoffel kommt aus einer Eishockey-Familie. Sein Vater Ivo spielte zwischen 1989 und 2006 als Profi und absolvierte 459 Spiele in den höchsten beiden Spielklassen. Hauptsächlich für den EHC Chur mit kurzen Unterbrüchen in Lausanne und La Chaux-de-Fonds. Zurzeit weilt der junge Bündner im Dienste des EVZ im Vorbereitungscamp der U18-Nati. Es gefällt ihm sehr im Kreise der Nationalmannschaft.

«Es ist immer eine Ehre für dein Land auf zulaufen zu dürfen», sagt er. Besonders hebt er die gute Stimmung hervor. «Wir haben keine Clowns, aber doch einige, welche die Stimmung auflockern.» Beispiele dafür seien Jannik Cannova, Joel Salzgeber und Inaki Baragano. Eine gute Stimmung im Team ist immer ein gutes Vorzeichen für eine gelungene WM.

Der Bündner durchlief die Junioren des EHC Chur, wo auch sein Vater Trainer war. Nach einem kurzen Abstecher zu Davos wechselte er letzte Saison in die Juniorenabteilung des EVZ. Dort zeigte er bei den Novizen mit fast zwei Punkten pro Spiel rasch, dass er zu grösserem fähig sein wird. Auch in seinen bisher 32 Spielen in den Junioren-Nationalteams gelangen ihm bereits 17 Punkte. Solide Werte für einen Juniorennationalspieler. In dieser Saison kam er zu seinen ersten Einsätzen in der EVZ Academy in der Swiss League. In seinen 22 Spielen gelang ihm auch sein erster Treffer.

«Die Swiss League ist für mich schwieriger als in der Nati oder Elite A zu spielen. Dort spiele ich gegen Männer und bekomme weniger Eiszeit. Das Tempo in der Nati ist aber ähnlich hoch», beschreibt er das Spiel in der SL. Im Vergleich zu Elite A hebt er das geradlinigere Spiel und das höhere Tempo in der Nati hervor.

Die Umstellung von seinem Spiel bei den Elite A zur Nati sieht er nicht als zu problematisch. «Klar werde ich in der Nati mehr defensiv gefordert. Aber das sehe ich nicht als schlecht. Das defensive Spiel ist sicher auch ein Bereich, in dem ich mich noch verbessern muss», sagt er selbstkritisch.

Das sagen auch Scouts. Das erste Mal aufgefallen ist er am 5-Nationen-Turnier in Zuchwil nach Weihnachten. Im Gespräch heben sie sein Skating und seine Fähigkeiten positiv hervor und er sei gut im Zweikampf Mann gegen Mann. Zurzeit gibt es aber noch Zweifel, ob es für die NHL reichen wird. Verbessern muss er sich im Getümmel und Gewicht zulegen. Potenzial ist da, aber ob er es reichen wird? Das wird die Zukunft zeigen. Gedanken dazu macht er sich keine. «Den Draft blende ich aus. Im Moment interessiert mich nur die Nati und hoffe, dass ich mir ein Aufgebot für die WM verdiene», so Stoffel.

Ähnlich beurteilt ihn auch Reto Kläy, der Sportchef des EVZ. «Er ist ein Spieler mit viel Potenzial. Sein defensives Spiel muss er noch verbessern. Das ist aber normal für die Spieler in diesem Alter.» Als Zuger Fan darf man also auf einen guten Stürmer für die Zukunft hoffen. Wir denken, er wird er sicher ein guter NLA-Spieler. Macht er den nächsten Schritt in Schweden, liegt auch eine ordentliche Position im Draft drin. Talent genug hat er um es in die höchste Liga zu schaffen. Und wenn nicht, freuen wir uns umso mehr ihn auf Schweizer Eis zu beobachten.