Bieler Finalträume

18.9.2018 - Von Roman Badertscher

Einst war es das Team, das in den letzten Meisterschaftsspielen um den Strich und um einen letzten Playoffplatz kämpfen musste. Das war vergangene Saison ganz anders. Der EHC Biel schloss die Qualifikation auf dem dritten Rang hinter dem SC Bern und dem EV Zug ab und stiess bis ins Halbfinale vor. Ein grosser Teil am Erfolg hatte Rückhalt Jonas Hiller und Trainer Antti Törmänen.

Torhüter

Seit der Saison 2016/17 hütet Jonas Hiller den Kasten der Seeländer – mit Erfolg! Obwohl in der ersten Saison mit Hiller bereits im Viertelfinal Schluss war, konnte der gebürtige Herisauer 2017/18 sein Team bis in den Halbfinal gegen den HC Lugano hexen. Auch in dieser Saison ist bei einem starkaufspielenden Goalieduo Hiller/Paupe mit einem solchen Erfolg zu rechnen. Vielleicht geht es ja noch weiter hinauf?

Verteidigung

Die Verteidigung ist ähnlich stark besetzt wie letztes Jahr. Maxime Baud, Cédric Hächler, Sam Lofquist, Benoît Jecker und Nicholas Steiner haben den EHC verlassen. Als Ersatz kommen der HCD-Junior Dominik Egli, Rajan Sataric vom Aufsteiger Rapperswil-Jona und der Finne Anssi Salmela, der letzte Saison in der KHL für Dinamo Riga gespielt hat und in 33 Partien fünf Tore und zwölf Assists erzielte. Auf Letzteren dürfen die Fans gespannt sein, wie die Entwicklung in der Schweiz weitergeht.

Sturm

Im Angriff haben die Bieler fünf Abgänge zu verzeichnen, der Schwerwiegendste ist Valentin Nussbaumer, der sein Glück in der QMJHL bei den Shawinigan Cararactes versucht. Dafür schlug Sportchef Martin Steinegger auf dem Transfermarkt zu und verpflichtete unter anderem Damien Riat Genf-Servette, Damien Brunner vom HC Lugano und Mike Künzle von den ZSC Lions. Für offensive Power in der neuen Saison ist gesorgt.

Ausländer

Der EHC Biel wird mit vier Ausländern in die Saison starten, namentlich Robbie Earl, Toni Rajala, Marc-Antoine Pouliot und die Neuverpflichtung Anssi Salmela. Bezüglich der Ausländerpositionen wird es interessant zu beobachten, wer sich für die übernächste Saison für einen weiteren Vertrag aufdrängen kann. Denn alle vier Ausländer haben einen Kontrakt mit Gültigkeit bis Ende Saison 2018/19.

Trainer

Letzten Dezember hat der Finne Antti Törmänen ein schwächelndes Biel übernommen und bis auf den dritten Platz der Qualifikation gecoacht. Er hat aus vielen Einzelspielern eine Mannschaft geformt, die ebenfalls in der Lage ist, noch Grösseres als das Playoff-Halbfinale von letzter Saison zu erreichen. Im Seeland darf man ruhig von mehr träumen. Wir sind gespannt, in welcher Form der EHC Biel in die Saison starten wird.

Fazit

Aufgrund der vorzeitigen Vertragsverlängerung mit Jonas Hiller bis 2020, der stabilen Defensive und der stärker besetzten Offensive gehen wir davon aus, dass der EHC Biel erneut um eine Platzierung unter den ersten Vier kämpfen wird. Vieles kann vom Saisonstart abhängen, für welchen der Ausfall Beat Forsters nicht gerade entgeen kommt. In den Playoffs ist aber alles möglich.

hockeyfans.ch-Ranglistentipp
1. 
2. 
3. 
4. HC Lugano
5. EHC Biel
6. Fribourg-Gottéron
7. Lausanne HC
8. 
9. Genf-Servette
10. 
11. HC Ambrì-Piotta
12. 

Background-Portal

EHC Biel

Bieler Torjubel in einem Spiel gegen die ZSC Lions. Foto: TOPpictures/Andy Büttiker
 

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