Gottéron: Wie stark mit Berra?

16.9.2018 - Von Roman Badertscher

Die Fribourger-Fans dürfen sich freuen. Reto Berra wird mit einem Jahr Verspätung endlich das Tor für die Saanestädter hüten. Ergänzt wird der Schweizer Internationale vom erst 22-jährigen Backup-Goalie Ludovic Waeber. Kann Fribourg mit einem starken Rückhalt wieder die Liga aufmischen wie 2012/13, als sie erst im Playoff-Final gegen der Erzrivalen, dem SC Bern, gescheitert sind? Das Team von Mark French wird auf jeden Fall für die eine oder andere Überraschung gut sein.

Torhüter
Direkt nach den letzten Playoffs wurde es amtlich. Reto Berra wird ab der Saison 2018/19 das Tor von Fribourg-Gottéron hüten – nun definitiv. Der 32-jährige Schlussmann verliess nach der Saison 2012/13 den EHC Biel in Richtung Nordamerika, wo er in der NHL für die Calgary Flames, die Colorado Avalanche, die Florida Panthers und zuletzt für die Anaheim Ducks im Einsatz stand. Mit seiner Klasse und Erfahrung wird er manchen Stürmer zur Verzweiflung bringen. Zudem konnten die Fribourger mit Ludovic Waeber ein Eigengewächs in ihren Reihen halten. Letzte Saison stand Waeber in zwölf National League Spielen im Tor.

Verteidigung
In der Verteidigung hat sich einiges geändert. Nicht nur Andrea Glauser, Mathieu Maret, Kevin Kühni und Lorenz Kienzle haben einen Vereinswechsel vollzogen, sondern auch Yannick Rathgeb, der sein Glück in der NHL bei den New York Islanders versuchen wird. Diese Lücken werden durch die Neuzugänge Noah Schneeberger und Marco Forrer (beide vom HC Davos) sowie Philippe Furrer, der aus dem Tessin an die Saane wechselt, gedeckt.

Sturm
Die grösste Lücke im Angriff hinterliess Roman Cervenka, der zum Meisterteam der ZSC Lions wechselt. Nebenbei haben John Fritsche und Nelson Chiquet neue Arbeitgeber gefunden. Wo es Christopher Rivera hinziehen wird, ist noch offen. Caryl Neuenschwander hing diesen Sommer seine Schlittschuhe an den Nagel. Die fünf Positionen werden auf die neue Saison hin abgedeckt durch den Ambri-Stürmer Lukas Lhotak, Sandro Forrer vom HC Davos, Makai Holdener aus Genf und einem weiteren Schweizer Toptransfer. Samuel Walser verliess das Bündnerland und unterschrieb bei den Westschweizern einen Vierjahresvertrag. Als vierten Ausländer wurde Andrew Miller von den Charlotte Checkers aus der AHL verpflichtet, der in seiner letzten Saison in der AHL 52 Punkte aus 55 Spielen erzielte.

Ausländer
Neben Roman Cervenka, der Fribourg in Richtung Zürich verlassen hat, musste auch Barry Brust von Gottéron Abschied nehmen. Die restlichen ausländischen Spieler wie Jonas Holos, Michal Birner und Jim Slater bleiben für eine weitere Saison im Team von Mark French.

Trainer
Erst an der kürzlich durchgeführten Pressekonferenz zum Saisonstart wurde offiziell bestätigt, dass der Vertrag mit dem kanadischen Trainer Mark French um zwei weitere Jahre verlängert wird. Assistiert wird er nach wie vor von Dean Fedorchuck.

Fazit
Fribourg-Gottéron wird sicherlich für die eine oder andere Überraschung sorgen. Aber ob die Mannschaft von Mark French an den grossen Liga-Titanen, wie den SC Bern oder die ZSC Lions vorbei marschieren wird, steht in den Sternen. Wir gehen davon aus, dass Fribourg die Qualifikation im Mittelfeld abschliessen wird.

hockeyfans.ch-Ranglistentipp
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4. HC Lugano
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6. Fribourg-Gottéron
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Berra

Reto Berra tauscht die Anaheim-Maske gegen das Gottéron-Trikot. Foto: Andreas Robanser
 

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