Samstag, 26. Dezember 2009 // 20:15 Uhr.

Begegnung des 83. Spenglercups, 2. Spiel

7 : 6
(1:1, 3:4, 2:1, 0:0, 1:0) n.P.
Team CanadaHC Energie Karlovy Vary (CZE)

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HockeyGraph©


Matchtelegramm

7580
 

Vaillant Arena, Davos

   · 6746 Zuschauer (88% Auslastung.)

 
 

!
 

Schiedsrichter

   · Vyacheslav Bulanov (RUS) / Brent Reiber
   · Tobias Wehrli
   · Joris Müller

!
 

Tore

   · Game winning goal: Serge Aubin
   · 3 der 13 Tore fielen nicht bei 5 gegen 5!
 

 
 

!

 16:21 0:1
Michal Dobron (#91)
(Marek Melenovsky)
(bei 5 gegen 5)
Mike Siklenka (#25)
(Randy Robitaille, Kurtis McLean)
(bei 5 gegen 5)
1:1 18:51 
 25:04 1:2
Jaroslav Kristek (#16)
 
(bei 5 gegen 5)
Shawn Heins (#44)
(Boyd Devereaux, Curtis Brown)
(bei 5 gegen 5)
2:2 27:41 
Travis Roche (#77)
(Brett McLean, Jean-Pierre Vigier)
(bei 5 gegen 5)
3:2 35:05 
 36:03 3:3
Jaroslav Kristek (#16)
(Atvars Tribuncovs, Lukas Mensator)
(Shorthander / 4 gegen 5)
Curtis Murphy (#41)
 
(Powerplay-Tor / 5 gegen 4)
4:3 37:08 
 38:34 4:4
Dmitrij Zjuzin (#29)
(Zdenek Kutlak, Jan Mucha)
(Powerplay-Tor / 5 gegen 4)
 39:40 4:5
Lukas Pech (#23)
 
(bei 5 gegen 5)
Mark Bell (#16)
(Boyd Devereaux)
(bei 5 gegen 5)
5:5 40:28 
Alexandre Daigle (#9)
(Jean-Pierre Vigier, Travis Roche)
(bei 5 gegen 5)
6:5 49:30 
 52:30 6:6
Jan Kostal (#26)
(Pavel Kubena, Petr Kumstat)
(bei 5 gegen 5)
Serge Aubin (#10)
 
(bei 5 gegen 5)
7:6 65:00 
 

Strafen



 

 
 

!


Alexandre Daigle(#9)
Spielverzögerung: 2 Min.
 
07:17 
Mike Siklenka(#25)
Beinstellen: 2 Min.
 
10:01 
 22:00
Jaroslav Kristek (#16)
Behinderung: 2 Min.
 
Shawn Heins(#44)
Hoher Stock: 2 Min.
 
25:34 
Kurtis McLean(#17)
Disziplinarstrafe (Disziplinar-Strafe): 10 Min.
 
28:33 
Kurtis McLean(#17)
Check von hinten: 2 Min.
 
28:33 
 31:58
Alexander Loginov (#19)
Beinstellen: 2 Min.
 
 35:52
Lukas Pech (#23)
Beinstellen: 2 Min.
(effektive Strafendauer: 76 Sekunden) 
Curtis Brown(#37)
Behinderung: 2 Min.
(effektive Strafendauer: 43 Sekunden) 
37:51 
 

Statistik



 
7Tore6
1/3Powerplaytore /-chancen1/5
5:16Powerplayzeit8:43
5:16Zeit pro Powerplaytor8:43
0Shorthander1
0Tore ins leere Tor0
0Tore ohne Torhüter0
9Total Assists7
0Penalties*0
6Strafen3
20Strafminuten6
5:24Führungszeit5:55
53:41Unentschieden53:41
*verursacht
 

Aufstellung



 

 
 

!

#
NameToA1A2PuSM
32David LeNeveu00000
31Wade Dubielewicz00000
12Jamie Rivers00000
77Travis Roche10120
38Yannick Tremblay00000
2Micki Du Pont00000
25Mike Siklenka10012
41Curtis Murphy10010
44Shawn Heins10012
55Richard Jackman00000
9Alexandre Daigle10012
27Randy Robitaille01010
26Brendan Brooks00000
22Dale McTavish00000
10Serge Aubin10010
7Michel Ouellet00000
15Brett McLean01010
17Kurtis McLean001112
24Jean-Pierre Vigier01120
16Mark Bell10010
37Curtis Brown00112
23Boyd Devereaux02020
#
NameToA1A2PuSM
51Lukas Mensator00110
2Lukas Sablik00000
80Zdenek Kutlak01010
63Ondrej Nemec00000
21Jakub Cutta00000
91Michal Dobron10010
3Jan Mucha00110
24Atvars Tribuncovs01010
14Martin Paryzek00000
19Alexander Loginov00002
34Vaclav Skuhravy00000
26Jan Kostal10010
46Petr Kumstat00110
24Zigmund Palffy00000
23Lukas Pech10012
8Vaclav Pletka00000
5Marek Melenovsky01010
16Jaroslav Kristek20022
29Dmitrij Zjuzin10010
96David Zucker00000
11Pavel Kubena01010
27Rastislav Dej00000
Abkürzungen
To: Tore, A1: 1. Assist, A2: 2. Assist, SM: Strafminuten
Bericht:

12 Tore und ein Penaltyschiessen – tolles Eishockeyspektakel 



Von Leroy Ryser

In einem packenden Eishockeyspiel bezwangen die Kanadier die Tschechen im Penaltyschiessen. Nicht weniger als 12 Tore konnte die ausverkaufte Valliant Arena bestaunen. Führte ein Team, brauchte man nicht lange auf den Ausgleich zu warten. Vor allem im zweiten Drittel, 7 Tore, sah man einen offenen Schlagabtausch. Der Sieg ging aber in Ordnung, das Team Kanada war das klar bessere Team und hätte auch nach 60 Minuten das Spiel gewinnen können. 

Im Abendspiel vom Stephanstag spielten das Team Canada, welche zum 24. Mal dabei sind, spielten gegen Karlovy Vary. Die Karlsbader aus Tschechien sind zum zweiten Mal dabei und wollen den Titel zurück nach Tschechien holen (seit 1982 hat kein tschechisches Team mehr gewonnen, damals Dukla Jihlava). Wie bereits in den Jahren zuvor war für das Team Kanada in den ersten Minuten ein kennen lernen des eigenen Teams sowie des Gegners im Gang. Die Kanadier hatten den grösseren Anteil an Puckbesitz, konnten daraus aber kein Kapital schlagen, da teils die Pässe nicht ankamen. Das erste Raunen das durch die Halle ging folgte aber bald. Serge Aubin und Dale McTavish tankten sich durch die gegnerische Defensive und McTavish konnte einen ersten guten Schuss abgeben. Goalie Mensator von Energie Karlovy Vary war gleich erneut im Mittelpunkt, als Brendan Brooks von den SCL Tigers alleine aufs Tor sprintete aber kläglich vergab. Dobron war es aber der für das erste Tor sorgte. Mit einem knallharten Direktschuss bezwang er den Kanadischen Goalie LeNeveu unten links. Das Spiel nahm stetig an Attraktivität zu, da die Kanadier je länger je besser ins Spiel kamen. Mit dem Ausgleich zum 1:1 kurz vor Ende des Drittels von Siklenka gingen beide Teams in die Pause. Auch dieses Tor war ein Direktschuss welcher im Tor wie ein Blitz einschlug, diesmal aber bei angezeigter Strafe.  

Das zweite Drittel begann rasanter. Bereits nach zwei Minuten war es Robitaille der den ersten Schuss aufs Tor abgab. Kurz darauf folgte das zweite Powerplay der Kanadier und dieses hatte es in sich. Mehrere Chancen und ein Pfostenknaller von Shawn Heins führten aber nicht zur Führung der Kanadier.

Diese wurden nun von Minute zu Minute stärker, trotzdem waren es aber die Tschechen, die kurz nach Ablauf der Strafe in Führung gingen. In der nahen Ecke erwischte Kristek überraschend und völlig dem Spielverlauf entgegen den Kanadischen Torwart. Das Powerplay von Energie Karlovy Vary war aber weit nicht so gut wie das der Kanadier und genau bei Ablauf der Strafe holten sich die Kanadier den Puck. Shawn Heins sprintete aus der Kühlbox, erhielt den Puck und lief alleine auf Torwart Mensator los. Heins verwandelte souverän zum Ausgleich nach 8 Minuten.

Die Kanadier waren nun klar die bessere Mannschaft, trotz zum Teil gefährlichen Angriffen der Gäste. Schnell einmal nutzte das Team Kanada die Überlegenheit zu einem Tor aus. Ein Bluelineschuss vom Berner Travis Roche und es stand 3:2. Erneut aber war es Kristek der völlig dem Spielverlauf entgegen das nächste Tor erzielte. Ähnlich wie das vorige traf er aus spitzem Winkel, dies aber war ein Shorthander. Im selben Powerplay noch, Lukas Pech sass auf der Strafbank von Karlovy Vary. legten die Kanadier erneut vor. Mit einem weiteren Schuss von der blauen Linie war es Curtis Murpy der das 4:3 erzielte. Mit dem Torregen war aber noch nicht fertig. Zyuzin lenkte den Schuss von Mucha ins Tor ab, dies nur eine Minute vor Schluss des Drittels. Fertig war aber immer noch nicht. Pech in doppeltem Sinne für die Kanadier, nach dem Schuss von Lukas Pech traf Rick Jackman das eigene Tor. Das Drittel ging doch noch zu Ende, verwunderlicher Weise führten wieder die Tschechen. Spannung pur und viele Tore, der zweite Abschnitt war das bisher beste Drittel am diesjährigen Spengler Cup. 

Das Spiel ging genau so weiter wie es aufgehört hatte. Keine halbe Minute brauchte der Kanadier Mark Bell um den Ausgleich zu erzielen. Bis das nächste Tor fiel, ging es länger als zuvor, das Spiel aber blieb hochstehend. Spannung pur war dauernd vorhanden und auf beiden Seiten konnte einen eisernen Willen zum Sieg ausgemacht werden. Schöne Chancen gab es anstelle von Toren zu sehen. Vigier hatte eine der grössten Chancen nach einem Querpass von Kurtis McLean in der neunten Minute.

Kurz darauf folgte auch das Tor. Alexandre Daigle schob den Puck ins Tor, nachdem J.-P. Vigier den Puck in seinem Dribbling verlor. 11 Tore waren aber noch nicht genug. Kostal erzielte den erneuten Ausgleich nach einem Pass von hinter dem Tor zum 6:6. Die Kanadier erhöhten nun den Druck enorm. Die Tschechen kamen kaum noch aus dem eigenen Drittel, sie wurden dermassen eingeschnürt. Für ein weiteres Tor innerhalb der 60 Minuten reichte es aber nicht mehr. Im Gegensatz zum letzten Drittel spielten die Teams viel defensiver und kontrollierter, als davor mit offener Verteidigung und aggressiver Offensive. So ging das Spiel nach diversen Schrecksekunden in die Verlängerung bei 6:6 

In der fünfminütigen Verlängerung sah ähnlich aus wie das letzte Drittel. Die Kanadier waren meist überlegen, hatten die besseren Chancen und konnten die Tschechen in ihrem Drittel einschnüren. Weitschüsse von Murphy, Jackman und Dupont verhalfen aber auch nicht zum verfrühten Erfolg. So musste das Penaltyschiessen entscheiden. Favorit im Penaltyschiessen waren sicherlich die Kanadier, diese übernehmen nämlich meist in den Vereinen die Rolle des Penaltyschützen.

Die ersten beiden Schützen der Tschechen vergaben beide, Serge Aubin erzielte danach die Führung. Folgend musste der Tscheche, Lukas Pech, verwandeln. Dieser hatte aber nicht wie zuvor schon Glück, sondern namensgetreu Pech, das Team Kanada gewinnt mit 7:6 im Penaltyschiessen.