Hockeyfans-Blog

Aktuell berichtet Andreas Robanser aus Sotschi von der U18-Weltmeisterschaft

Zum Schlafen gezwungen

22.04.13 | Andreas Robanser
Gestern war ein eher ruhiger Tag bei der U18 Weltmeisterschaft in Sochi. Auch die Organisation und die Stromversorgung schlossen sich dem scheinbar an. Das einzige Abendspiel begann um 19 Uhr und war wie ein Weltmeisterschaftsspiel so abläuft nach etwas mehr als 60 Minuten zu Ende. Bisher also nichts aussergewöhnliches. Auf den Platz im Mediazentrum gehen – Fotos bearbeiten und Online stellen und ein wenig das entscheidende Spiel der tschechischen Extraliga im Live Stream schauen. Die Rechnung wurde aber ohne das Organisationskomitee gemacht. Das Mediazentrum hat ja bis 23:30 an diesem Tag geöffnet. Plötzlich um 22 Uhr ein Aufruf in russischer Srache:“Letzter Bus nach Sochi!“ Ohne Roman ein russischer Journalist den ich bereits von einigen Turnieren kenne hätte ich diese Information nie erhalten und hätte wohl zu Fuss 4 Km laufen müssen. Taxis dürfen nicht auf dem Olympia Areal fahren. Die Abendwanderung habe ich mir also nach einer SCHNELLPACK AKTION erspart. Extraliga schauen kann ich ja auch im Hotel, dachte ich mir und setzte dies auch zur Tat um. Aber nicht allzu lange. Nach rund 20 Minuten war alles dunkel. Ich schaute aus dem Fenster und sah dass alle Häuser in der Umgebung ohne Strom wahren. Fazit: Sehr früh vom Media Zentrum zurück und ein dunkles Hotel Zimmer ergibt –LANGE SCHLAFEN


Der tägliche Kampf um den Kaffee

21.04.13 | Andreas Robanser
Als Österreicher braucht man einfach seine Portion Kaffee um wirklich Leben zu können. Dies beweisen ja die zahlreichen Kaffeehäuser in Wien und anderen österreichischen Städten. Ausserhalb dieses „Kaffee Hoheitsgebiets“ wird es oft etwas schwieriger. Ein Presse Zentrum gibt einen in der Ferne im Normalfall ein relativ gutes Umfeld um zumindest an Kaffee zu kommen. In in Sochi sieht das etwas anders aus. Es gibt zwar im Presse Zentrum der Shayba Arena heisses Wasser und Becher. Kaffee und die dazu gehörige Milch gibt es aber nur in der rund 100 Meter entfernten Bolschoi Arena. Somit beginnt der Tag mit einer kleinen täglichen Wanderung. Bolschoi (Kaffee und Milch) dann der Weg in die Shayba Arena zum Automaten. Heute gab es aber eine erneute Erschwärniss. KEINE BECHER! Somit musste ich zurück an den Start. Shayba – Bolschoi – Shayba, nun hab ich Gott sei Dank meinen Kaffee.


Feuchtfröhliche Tage in Ufa

07.01.13 | Andreas Robanser

13 Tage Russland sind nun zu Ende und man kann nur positiv auf Ufa Zurückblicken. Nicht nur weil die Schweizer Mannschaft eine mehr als tolle Leistung bot (bin Österreicher und habe deshalb keine Schweizer Brille auf). Freundliche und hilfsbereite Russen bzw. in Ufa heimischen Volksgruppe der Baschkiren machten diese Junioren Weltmeisterschaft zu einem schönen Erlebnis.

Doch auch in eine Sky Box hat es hockeyfans.ch bei dieser Weltmeisterschaft wieder geschafft. Zuletzt fanden sich Urs und Christian bei den WJC in Buffalo in einer Sky-Box. Dieses Mal verhalf der Zufall erneut dazu. So waren in unserem Hotel einige kanadische und US-Amerikanische Fans untergebracht, wo sich herausstellte das diese einfach so als Spass eine Box für den gesamten Turnierverlauf anmieteten.

Am Viertelfinaltag wollte ich einfach ein Foto und einige Zeilen über diese etwas sehr schrägen Vögel schreiben. Aus einem Kurzbesuch wurde eine Dauereinrichtung und so war der Zugang zum klaren Wässerchen auch Vodka genannt jederzeit möglich.

Eigentlich durften pro Spiel maximal sechs Personen die Box benutzen, doch diese Zahl wurde von den „Besitzern“ Scott und Jamie meist mehr als nur ignoriert. Mit einem Satz zum Abschluss, einige Male war ich froh dass ich fotografieren gehen musste um meine Leber zu schonen. DANKE an Jamie, Scott, Jonathan und Jesper



Russische Taxifahrt

30.12.12 | Berger Urs

 

Als Ausländer hört man einige Geschichten über den russischen Fahrstil der Autofahrer, im speziellen der Taxifahrer. Bisher hatten wir immer das Glück, mit einigen guten Fahrern unterwegs gewesen zu sein. Dies vor allem deshalb, weil die Strassen hier in Ufa verschneit sind, und man in Russland das schwarz Räumen der Fahrbahn nicht kennt. Es wird nicht gesalzen, sondern der Schnee wird einfach weggestossen oder so gelassen.

Heute Morgen waren wir nun etwas knapp dran auf dem Weg zur Arbeit. Als das Taxi endlich kam, wollte er die kleine Ansteigung vor unserem Hotel hinauffahren. Doch er kam nicht hinauf. Also wendete er den Wagen, um rückwärts den ansteig zu bewältigen. Was ihm dann auch gelang. Unterwegs fuhr er einige Male klar schneller als erlaubt, hielt sich nicht an die gängigen Vorschriften und überholte so ziemlich alles, was er konnte. Auch verfuhr er sich in der Stadt. Als wir dann endlich ankamen. Verlangte er denn, anstelle der Abgemachten 100 Rubel, 200 Rubel. Schließlich hätte er mehr Zeit gebraucht, als er wollte. Bezahle haben wir dann aber nur 185.....  Und waren froh, heil in der Arena angekommen zu sein.

 

 



Auf Irrfahrt

27.12.12 | Berger Urs

 

Gestern war ich mit meiner Arbeit recht früh fertig. Also dachte ich,  ich mache mich auf eigene Faust auf, um in das Hotel zu kommen.  Das würde wohl nicht schwer sein. Gut, als kleiner Einschub sei gesagt, ich verstehe kein russisch und die Russen sprechen, vor allem hier in Ufa, kaum Englisch. Aber nun zurück zur Geschichte.

Ich ging nach dem zweiten Spiel des gestrigen Tages nach draussen, nahm, nach einigem warten, das erste Tram, das in die Richtung des Hotels fährt. Da ich habe vergessen habe, den Namen der Station aufzuschreiben, wusste ich nicht, wo ich genau aussteigen sollte. Andi, mein treuer Begleiter, sagte etwas von 3 Stationen oder so. Da ich dies aber nicht mehr richtig im Kopf hatte, dachte ich, ich steige bei der 3. Station aus. Doch auf einmal war ich mir nicht mehr sicher. Also fuhr ich bis zur Endstation des Trams um wieder mit dem Tram zurück zur Arena zu kommen. Dummer weise war das aber das Depot des Trams. Nach einer kurzen "Diskussion" mit der Schaffnerin und der Tramführerin, gings zurück Richtung Sports Palast in Ufa. Dabei habe ich mich, so gut ich konnte, mit der russischen Schaffnerin unterhalten. Doch ich denke, sie hätte mir auch freundlich sagen können, ich sei ein Arschloch, ich hätte, wie es mein naturell ist, einfach freundlich genickt und ihr zugestimmt. Am Ende haben wir uns dennoch mit Hand und Fuss unterhalten. Und dabei habe ich den beiden Frauen auch ein Geschenk gemacht. Ich gab ihnen eine Schachtel russische Pralinen.

Als wir so auf der Fahrt Richtung Sports Palast waren, mussten die beiden aber einem anderen Tram helfen, das im Schnee stecken geblieben ist. So musste ich dann aussteigen und den Weg zur Eishalle finden. Nur leider wusste ich nicht wo ich war. Also suchte ich eine Tankstelle auf, bestellt mir ein Taxi und kam dann bei der Ufa Arena, dem zweiten Spielort, wohl behalten an. Durchgefroren zwar, aber immerhin glücklich.

 

 



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