| Slowakei: Tag der Entscheidung |
Im morgigen Spiel gegen die Slowakei muss die Schweiz gewinnen. Nur mit drei Punkten ist die Schweiz ohne Schützenhilfe im Viertelfinale. Kann die Schweiz dies bewerkstelligen?
In der Schweizer Juniorennationalmannschaft gibt es vor jedem Spiel ein Ritual. Dies gesamte Mannschaft läuft zu einem Punkt in Buffalo, wo man die HSBC Arena gut sieht. Dort versammelt sich die ganze Mannschaft und stimmt sich auf das kommende Spiel ein. Danach stehen die Spieler zusammen und sagen sich, dass man bis zuletzt in der HSBC Arena spielen wollen. Dazu sollte man wissen, dass die Relegationsrunden in der rund 30 Minuten entfernten Dwyer Arena stattfinden. Damit wollen die Trainer der Juniorenauswahl ein bildliches Ziel für die Viertelfinale erreichen. Dass man dies kann, haben die Schweizer vor einem Jahr eindrücklich gegen den gleichen Gegner in Saskatoon mit einem 4:1-Sieg bewiesen. Auch damals konnten die Schweizer das Spiel gegen den höher eingestuften Gegner, den nachmaligen Weltmeister, nicht gewinnen. Auch hier verlor man mit einem zu Null Spiel. Und die Slowaken sind gegenüber dem letzten Jahr nicht besser geworden.
Entscheidet die Torhüterposition?
In diesem Jahr traf man im Sommer in Arosa auf die Slowakei. Damals gewann man mit 6:3 deutlich. Ob den Schweizer Junioren das gleiche gelingt? Die Slowaken haben, anders als in Arosa, acht neue Spieler in ihrem Kader, welche in Nordamerika ihre Sporen abverdienen. Das nun dabei mit Martin Marincin einer der Spieler gesperrt wird, welcher als physisch gilt, kann für die Schweiz ein Vorteil sein. Auf der anderen Seite haben die Slowaken, ähnlich wie die Schweizer, einen Torhüter, der in diesem Turnier bis jetzt eine gute Figur macht. Kann auf diese Position die Entscheidung fallen? Oder wird es eher der Sturm sein, welcher die Differenz macht?
Oder die Gesperrten?
Im Sturm sind beide Mannschaften in etwa gleich gut besetzt. Ausser dass die Schweizer mit Nino Niederreiter und Sven Bärtschi das bessere Ende für sich besitzen könnten. Die Slowaken haben mit Richard Panik zwar einen guten Torschützen, doch in diesem Turnier läuft es ihm, wie auch Nino Niederreiter, noch nicht so gut. Dafür ist bis jetzt Inti Pestoni einer der Entdeckung des Turniers. Der Stürmer der HC Ambrì-Piotta könnte im Spiel gegen die Slowakei eine Schlüsselrolle spielen. Und die Slowaken immer wieder in Bedrängnis bringen. Dazu kommt auch, das die Slowakei mit einer Linie weniger agieren können. Durch die Sperren von Hrasko und Marinin fehlen ihnen zwei Stürmer. Dies kann dazu führen, dass den Slowaken gegen Ende des Spieles die Luft ausgehen kann. Und die Schweizer das Ziel erreichen könnten. Und in ihrem Ritual weiterfahren können. Schliesslich wollen sie die HSBC Arena nicht verlassen.