Fotos von Andreas Robanser, puckfans.at





Celio positiv gestimmt

Von Andreas Robanser

In der vergangenen Woche fand in Breclav (Tschechien) und Piestany (Slowakei) das alljährliche topbesetzte Acht-Nationenturnier für U18-Nationalmannschaften statt. Manuele Celio sprach über das Ivan Hlinka Memorial Turnier und Nino Niederreiter.

Wie in den vergangenen zwei Jahren zuvor sicherte sich das Team aus Kanada erneut den Turniersieg. Der Goldschütze nach gerade einmal 102 Sekunden im Finale gegen die USA war Ryan Nugent-Hopkins. Der Kanadier erzielte mit fünf Treffern auch gemeinsam mit dem Schweden Joachim Nermark die meisten Tore dieses Turniers. Drei dieser Treffer waren allerdings "Game Winning Goals". So zählt der Kanadier Nugent-Hopkins auch zu den ganz grossen Anwärter beim nächstjährigen NHL-Draft auf einen Erst-Runden-Pick. Platz 3 sicherte sich Schweden mit einen klaren 6:1-Erfolg über Tschechien.

Nun zu der Schweiz: nach einem tollen Auftaktsieg gegen die Slowakei folgten gegen Kanada und Schweden zwei Spiele wo es nicht wirklich viel zu holen ging.

Mit einem Sieg und zwei Niederlagen belegte die U18-Nati den dritten Gruppenplatz. Im Platzierungsspiel um Platz fünf musste man sich nach einem sehr ausgeglichenen Spiel der russischen Mannschaft geschlagen geben. Der Schweizer U18-Nationaltrainer Manuele Celio war nach dem Ende des Turniers mit dem Verlauf aber zufrieden:

Wir sind mit dem Sieg gegen den WM-Gegner vom letzten April gut gestartet. Gegen die beiden sehr guten Teams von Kanada und Schweden, die klar stärker waren als wir, hatten wir jedes Mal auch den Start ein wenig verschlafen. Trotzdem konnten wir auch gegen diese Gegner offensive Zeichen setzten, aber wir haben leider noch da und dort einige Baustellen, die wir unbedingt noch verbessern müssen. Das Platzierungsspiel um Platz 5 hat gezeigt, dass wir auf jeden fall mit den Russen mitspielen können. Bei der nächsten U18-WM treffen wir auf Russland, Deutschland und die Slowakei. Dies stimmt uns weiterhin positiv.

Wir hatten dieses Jahr auch wieder einige Spieler die bereits letztes Jahr bei diesem Turnier dabei waren. Positiv aufgefallen sind dieses Jahr die beiden Verteidiger Samuel Guerra und Dean Kukan. Vorne waren Christoph Bertschy und Dario Simion, die beide 94er-Geburtsjahr sind, sehr stark.

Überhaupt ist es sehr gut, immer wieder jüngere Spieler bei solchen Turnieren einzusetzen, damit sie sich an das Tempo gewöhnen und die Qualität halten zu können.

Natürlich fehlt der Schweiz im Gegensatz zu den ganz grossen Eishockeynationen auch die grosse Dichte pro Jahrgang, so das man auf jüngere Spieler zurückgreifen muss.

Einer der Spieler, der in den vergangenen beiden Jahren beim Ivan Hlinka Memorial dabei war, ist Nino Niederreiter. Sind Sie stolz auf ihn?

Auf jeden Fall, wir haben ja seinen Weg verfolgt, war er doch „Double Under Age“ bei der U18. Ich hoffe, er wird auch ein gutes Beispiel für weitere Spieler sein was man mit viel Arbeit und Leidenschaft erreichen kann. Die Vorzeichen für einen Erstrunden-Draft-Pick waren gut. Er war in den Listen immer unter den ersten zehn Spielern und nach der guten Western Hockey League Saison war es sicher keine Überraschung. Vor einem oder eineinhalb Jahren war dies aber sicher noch nicht so absehbar.

Für ihn war auch die Weltmeisterschaft in Deutschland gut. Auch für andere Spieler war er ein gutes Zeichen, dass sie mit guten Leistungen für das Team interessant sein können. Am Schluss des Turniers war er etwas überfordert, kam doch im letzten Jahr sehr viel auf ihn zu, doch er wird sicher einiges daraus lernen und mitnehmen können.