| Die Teams im Rückblick |
Die Weltmeisterschaft in Deutschland ist zu Ende. Die Entscheidungen sind gefallen. Es gibt Verlierer und Gewinner unter den Teams. Wir blicken auf diese Teams zurück.
1. Tschechien
Vor der WM hätte man Tschechien nur eine Qualifikation für das Viertelfinale zugetraut. Nun wurden Sie Weltmeister. War es das letzte Hurra der Truppe um Jaromir Jagr? Oder kann der neuen Nationalcoach Alois Hadamczik noch mal aus dem vollen Schöpfen in den kommenden Jahren? Einfach wird es sicher nicht werden. Denn die Spieler die nun kommen werden nicht besser.
2. Russland
Russland konnte sich an Kanada rächen und sich in das Finale spielen. Dort war aber Tschechien besser als es den Russen lieb war. Und dazu kam, dass Russland nach wie vor gute Einzelspieler hat, aber keine Mannschaft. Auch wenn immer wieder das Gegenteil gesagt wird. Sieht man das Spiel gegen Deutschland, so gewann Individualismus über ein perfekt eingestelltes Teams. An dieser Einstellung muss Trainer Slava Bykov noch arbeiten.
3. Schweden
Schweden verpasste den Einzug in das Finale nach der Lotterie gegen Tschechien. Dennoch wird Schweden in den kommenden Jahren nach wie vor eine der Top-Nationen bleiben. Zusammen mit Russland und Kanada werden sie auch weiterhin zur Weltspitze gehören.
4. Deutschland
Die Überraschung an diesem Turnier. Man dachte, Deutschland sei ein möglicher Absteiger. Doch am Ende entschied das erste Spiel gegen die USA für Deutschland. Auf der Welle der Euphorie surfte man ins Halbfinale, um dann in einem interessanten Spiel gegen Russland zu scheitern. Am Ende reichte dann die Kraft nicht mehr um die Bronzene Auszeichnung zu gewinnen. Deutschland wird aber wohl in Zukunft wieder von der Realität eingeholt werden.
5. Schweiz
Siehe eigenen Bericht.
6. Finnland
Finnland hoffte, mit seinem Team mindestens das Halbfinale zu erreichen. Doch irgendwie ging dies erneut nicht auf. Man scheiterte im Penaltyschiessen an den Tschechen, welche überraschend das Finale erreichten. Finnland wird in den nächsten Jahren die Nationalmannschaft verjüngen und so den einen oder anderen Rückschlag hinnehmen. Sie werden dadurch leicht an Boden verlieren.
7. Kanada
Für Kanada gibt es eigentlich nur eine Begründung für das Scheitern an den Weltmeisterschaften. Die Mannschaft war nie so zusammengewachsen wie dies in anderen Turnieren der Fall gewesen ist. Zudem traf man im Viertelfinale ausgerechnet auf Russland, das von den Olympischen Spielen noch eine Rechnung offen hatte. Ein weiteres Manko war der Trainer. Craig McTavish konnte seine Spieler nicht erreichen. Er wirkte zu sehr von sich selber eingenommen.
8. Dänemark
Dänemark hat sich in den letzten Jahren ständig weiterentwickelt. Keines der Teams hat sich in den letzten fünf Jahren so gut weiterentwickelt wie die Dänen. Dass sie nun im Viertelfinale an den Schweden gescheitert sind, ist kein grosses Unglück. Sie können mit ihrem Team nach wie vor einen Grossen fordern und fast zum Verzweifeln bringen. Dänemark ist die Schweiz des Nordens.
9. Norwegen
Norwegen vermochte erneut zu überraschen. Mit ihrer defensiven Spielweise waren sie für die eine oder andere Überraschung besorgt. Mit den Siegen über Tschechien, Frankreich und der Schweiz schnupperte man an einem Top-Acht-Platz. Hätte man gegen Lettland nicht einen schwarzen Tag eingezogen und durch Sperren auf sich aufmerksam gemacht, wer weiss, wie es dann mit der Mannschaft weitergegangen wäre. In den kommenden Jahren kann die eine oder andere Überraschung im Bereich des Möglichen liegen. Die Schweiz muss auf Norwegen aufpassen, wollen sie nicht auf einmal das nachsehen haben.
10. Weissrussland
Weissrussland tritt zur Zeit an Ort. Sie erreichen in regelmässigen Abständen das Viertelfinale um im kommenden Jahr wieder in der Zwischenrunde auszuscheiden. In den kommenden Jahren wird sich Weissrussland weiter entwickeln. Um an den eigenen Weltmeisterschaften in Minsk im Jahr 2014 für eine Überraschung zu sorgen. Für die Schweizer Nationalmannschaft immer wieder eine Herausforderung.
11. Lettland
Im Moment weiss niemand, in welche Richtung sich das lettische Eishockey entwickelt. Letztes Jahr schloss man mit dem besten Ergebnis des Landes auf Rang sieben ab. Dieses Jahr beendet man die Weltmeisterschaft auf Rang 11. Immer wieder werden die Letten als ein Viertelfinalist geschildert. Im Moment sieht es aber mehr danach aus, als müsse sich Lettland nach hinten orientieren. Eine Besserung ist im Moment nicht in Sicht. Doch für Überraschungen sind die Letten immer gut.
12. Slowakei
Der einstige Weltmeister ist auf dem absteigenden Ast. Zu gross sind die Unterschiede zwischen den Topspielern in der NHL und der heimischen Liga. Die jungen Spieler verlassen die eigene Juniorenförderung zu früh und gehen nach Nordamerika. Dadurch wird die Liga mit ehemaligen Spielern aus Nordamerika gefüllt, welche nicht reüssieren konnten und nun noch mitspielen wollen Der slowakische Verband muss die kommende Weltmeisterschaft als Start zu einer neuen Zukunft nutzen. Oder die Slowakei wird in Zukunft den Anschluss an die Top-Nationen verlieren und in die Division I absteigen können.
13. USA
Der Vize-Olympiasieger war so schwach wie schon lange nicht mehr. Es wird jedoch für die USA, wie auch für Kanada, nicht einfacher werden. Die Konkurrenz schläft nicht und die USA haben es schwer, wenn sie in einem Olympiajahr stehen. Dazu kommt noch vieles Wettkampfpech und einen auf internationalem Niveau unerfahrenen Torhüter.
14. Frankreich
Frankreich zittert sich immer noch von Weltmeisterschaft zu Weltmeisterschaft. Und schafft es immer wieder oben zu bleiben. Mit der jetzigen Mannschaft kann das Ziel nur Klassenerhalt heissen. Auch in Zukunft.
15. Italien
In Italien ist Eishockey nicht die Publikumssportart Nummer eins. So ist es denn erstaunlich, dass Italien immer wieder den Aufstieg in die Top-Division schafft. Um dann im nächsten Jahr wieder den Abstieg hinzunehmen. Wie in diesem Jahr. So kann sich Italien noch nicht weiterentwickeln.
16. Kasachstan
Kasachstan gewann kein Spiel und beendete das Turnier punktelos. Für sie gilt das gleiche wie für Italien. Zu stark um in der Division I zu bleiben, zu Schwach um im A-Pool zu überleben.