Urmel auf Eis. Fotos: Michael Zanghellini (auf Bild klicken für MMS)


Urmel: „Ich bin der grösste Fan“

Von Urs Berger

Urmel kennt jedes kleine Kind, welches sich für die Ausgburger Puppenkiste interessiert. Oder seit die Promotionstour der Weltmeisterschaften für Deutschland. Das sonst stumme Maskottchen sprach mit hockeyfans.ch über sein Leben als Aushängeschild der WM.

Urmel, wie geht es dir?

Sehr gut! Ich bin ja so froh, dass Du nun auch da bist!

Wirklich?

Ja, denn ich liebe jeden Menschen. Egal ob schwarz, gelb, rot oder weiss. Und wenn er dann noch Hockeyfan ist, ist er mir noch lieber.

Also dann magst du mich auch, obwohl ich Journalist bin und dir Fragen stelle?

Na ja, eigentlich spreche ich ja mit niemanden.

Und wieso denn mit mir?

Weil Du ein Schweizer bist. Und Cooly hat mir gesagt, das ich mit dir reden darf.

Du kennst Cooly?

Ja, klar! Ich war ja nach den Weltmeisterschaft bei ihm.

Wieso?

Ich wollte mir Tipps holen, wie ich die Fans in den Stadien unterhalten kann. Was ich wann machen sollte. Und auf was ich achten soll. Das hat mir in meiner langen Zeit zur Vorbereitung auf diese Weltmeisterschaften geholfen.

Und wo habt ihr euch getroffen?

Ich ging zu ihm in die Schweizer Berge. Also ich muss schon sagen, das ihr dort ja wirklich eine schöne Gegend habt. Da beneide ich euch schon ein wenig. Wir haben nur einen Vulkan bei uns.

Ja, aber ihr habt das Meer um eure Insel.

Das schon. Nur ich komme so selten von der Insel. Da war der Ausflug zu Cooly in die Berge einfach einmalig. So kam ich auch weg und sah andere Leute und lernte andere Begebenheiten kennen.

Ist es denn nicht schön, sich mit dem Professor den ganzen Tag zu vergnügen?

Manchmal geht er einem auf den Keks. Aber lass ihn das nicht wissen. Sonst muss ich mich wieder den ganzen Tag mit dem Seele-Fant ärgern wenn ich zurück bin. Und den verstehe ich so schlecht.

Hat er immer noch Probleme mit seiner Aussprache in den Liedern?

Und wie! Er kann immer noch kein i und e singen. Stattdessen singt er immer ein ö. Und das nervt manchmal sehr....

Kommen wir aber nun zum Eishockey und wieso Du hier in Deutschland bist.

Oh ja! Das Liebe ich eh mehr als die Insel. Hier kann ich machen was ich will. Und keiner ist über mich böse. Ganz im Gegenteil, da werde ich ja richtig geliebt und so oft fotografiert. (wirft sich in Pose)

Du machst das ja schon sehr gut!

Ja, das habe ich seit mehr als vier Jahre geübt. Den finalen Schliff gab mir dann Cooly auf der Alp. Aber das habe ich ja schon gesagt.

Was machst Du hier am liebsten?

Am liebsten ärgere ich ahnungslose Fans. Das macht unheimlich Spass.

Und welches Land unterstützt Du am liebsten?

Ich habe kein spezielles Team oder Land. Ich liebe einfach das Eishockey und deren Anhänger. Ich bin einfach der grösste Fan des Eishockey!

Was machst Du nach der WM hier in Deutschland?

Da fahre ich erstmal etwas in Urlaub.

Du gehst nicht auf die Insel zurück?

Nein, ich fahre noch nicht auf die Insel Titiwu zurück. Ich darf noch einige Wochen frei nehmen. Dann gehe ich dem Professor Tibatong wieder helfen. Und treffe meine Freunde Wutz, Wawa, Ping, Schusch und Seel-Fant wieder.

Und wirst Du dem König Pumponell wieder in die Arme laufen?

Nein, nein, das habe ich nun gelernt. Ich bleibe bei meinem Professor und helfe ihm, wenn ich aus Deutschland zurück bin.

Wer ist Urmel?

Urmel ist eine Erfindung des Kinderbuchautors Max Kruse. Bisher erschienen Elf Bände mit Urmel. Um was geht es aber in den Geschichten?

Text: wikipedia.org

Der Naturkundeprofessor Habakuk Tibatong hat eine Methode entwickelt, Tieren das Sprechen beizubringen. Wegen des Neids und der Angriffe seiner Professorenkollegen muss er die Heimat verlassen, und sich mit Tim Tintenklecks, einem kleinen Waisenjungen, und dem sprechenden Hausschwein Wutz auf der kleinen Insel Titiwu niederlassen.

Wutz übernimmt die Aufgabe seiner Haushälterin, die anderen Tiere der Insel müssen regelmässig zum Sprachunterricht bei Prof. Tibatong antreten. Eines Tages wird ein Eisberg mit einem großen Ei angeschwemmt, aus dem nach wenigen Wochen des Brütens ein Urmel (nach Prof. Tibatongs Theorie das evolutionsbiologische Bindeglied zwischen Dinosauriern und Säugetieren) schlüpft, das sodann von Wutz aufgezogen wird und ebenfalls das Sprechen lernt. Im Laufe seiner Kindheit muss das Urmel verschiedene Abenteuer bestehen, insbesondere ist der entmachtete und sich langweilende König Pumponell von Pumpolonien als Grosswildjäger hinter ihm her. Schliesslich verläuft sich das Urmel in einer Höhle und wird nach einer aufwändigen Suche von Tibatong und den Tieren wieder gefunden.

Ein geflügeltes Wort aus dieser Geschichte ist die „Mupfel“, wie der Pinguin Ping eine grosse Muschel nennt, in der Wawa, der Waran, gerne liegt und entspannt (wie alle anderen sprechenden Tiere hat er einen kleinen Sprachfehler). Es gibt auch noch andere Tiere auf der Insel: den See-Elefanten Seele-Fant, der den ganzen Tag traurige Lieder singt, und den Schuhschnabel Schusch.

Die Verschiedenen Charakteren

Neben den beiden Menschen Professor Habakuk Tibatong und Tim Tintenklecks, der Adoptivsohn und eine Art Assistent des Professors, leben auf der Insel Titiwu (sie hatten sie auf die Anfangssilben der Namen von menschlichen und Haustier-Bewohnern Tibatong, Tintenklecks und Wutz getauft) verschiedene Tiere:
Wutz ist das weibliche Hausschwein des Professors und wohnt in einer Tonne neben dem Haus des Professors. Wutz ist das einzige der Tiere, das keinen Sprachfehler hat. Nur ab und zu setzt sie ein „öfföff“ an das Ende eines Satzes.
Das Urmel ist der letzte Vertreter der ausgestorbenen Tierart der Urmel, dem Bindeglied zwischen den Dinosauriern und den Säugetieren.
Der Waran Wawa lebt in einer Muschel, die am Strand von Titiwu liegt. Er hat Probleme mit dem „z“ und sagt stattdessen immer „sch“. Ping, ein Pinguin, ist neidisch auf Wawas Muschel und möchte gerne auch eine haben. Er versucht mehrmals, Wawas Muschel zu besetzen. Sein Sprachproblem ist das „sch“; er sagt stattdessen „pf“.
Daneben gibt es noch Schusch, den Schuhschnabel, der „ä“ statt dem „i“ setzt.
Ausserdem ist da noch Seele-Fant, ein See-Elefant, der auf dem Felsen vor Titiwu liegt und gern und oft traurige Lieder singt. Wegen seines Sprachfehlers, statt einem „i“ und „e“ ein „ö“ zu singen, klingt natürlich sein Liedgut etwas anders: „Öch weiß nöcht, was soll ös bedeuten …“