| Italien: Angriff ist die beste Verteidigung |
Im Spiel von morgen geht es darum, eine möglichst gute Ausgangslage für die Zwischenrunde zu erspielen. Mit einem Sieg kann man sich den zweiten Platz in der Gruppe B nicht mehr nehmen lassen. Und würde damit mit mindestens drei Punkten in die Zwischenrunde einziehen.
Die Schweizer Nationalmannschaft hat morgen nur ein Ziel. Einen Sieg gegen Italien muss her. Denn damit würde man sich den Einzug in die Zwischenrunde mit sicheren drei Punkten versüssen. Um dann im Spiel gegen das zweit schwächste Team aus der Gruppe C einen weiteren Sieg zu landen. Damit wäre man wahrscheinlich für die Viertelfinals qualifiziert und könnte diese planen. Bis dahin stehen aber noch einige Stolpersteine im Weg. Der eine ist Italien, der andere Norwegen oder Frankreich. Und diese Nationen müssen zuerst besiegt werden. Dass dies nicht einfach werden wird, zeigt ein Blick in die Vergangenheit. Am 30.04.2007 spielte die Schweizer Nationalmannschaft in Moskau das letzte Mal gegen Italien. Damals erarbeitet man sich ein 2:1-Sieg. Ein Jahr früher an den olympischen Spielen rang Italien der Schweiz ein 3:3 ab. Ivo Rüthemann vermochte eine Niederlage drei Minuten vor Ende der Partie zu vermeiden und konnte ausgleichen. Auch in diesem Jahr wollen die Italiener alles auf die Spiele gegen Lettland und die Schweiz ausrichten. In einigen Medien lassen sich verschieden Spieler mit der Aussage zitieren, dass mit dem Spiel gegen die Schweiz und gegen Lettland das Turnier für Italien erst beginne. Ob diese Aussage so geschickt ist, wird sich weisen.
„Wir müssen uns noch Steigern“
Auch kein einfaches Spiel erwartet Sean Simpson. „Wir werden am Montag mit der gleichen Mannschaft spielen und keine Änderungen vornehmen. Was wir jedoch noch anschauen müssen sind, wie die verschiedenen Linien arbeiten. Im grossen und ganzen bin ich mit der Mannschaft zufrieden. Aber ich denke, dass wir noch mehr können,“ führt der Schweizer Nationaltrainer aus. Dass es nicht einfach wird, ist sich Simpson bewusst: “Ich bin mit den jungen Spielern sehr zufrieden. Mit den einen oder anderen muss ich noch reden. Einige Spieler rufen noch nicht das ab, was sie können.“ Vor allem die Linie mit Ivo Rüthemann und Martin Plüss muss sich noch steigern.
Dass sich diese Sturmreihe noch nicht gefunden hat, kann auch daran liegen, dass man erst später in die Nationalmannschaft eingerückt ist und nun erst zwei Spiele bestritten hat. Oder sind die beiden Berner Spieler noch müde von der langen Saison mit dem SC Bern? „Ich denke nicht, dass dem so ist,“ widerspricht Simpson. „Die Linie wird sich im Verlaufe der Weltmeisterschaft noch finden und sich sicher verbessern. Davon bin ich überzeugt.“
Druckvolles Spiel als Siegesgarantie?
Was kann man von den Italienern im morgigen Spiel erwarten? Im ersten Spiel gegen Kanada hielten sie zu Beginn gut mit und vermochten das erste Drittel ausgeglichen zu gestalten. Danach liess man den Kanadiern viel Platz und viel Zeit um ihr Spiel aufzubauen. Die Kräfte schienen zu schwinden. Als Kanada das Tempo aus dem Spiel nahm und man sich auf das Verwalten des Vorsprunges konzentrierte, kamen die Italiener wieder auf und konnten wieder mithalten. Zu guten Chancen kamen sie aber nicht mehr. Für die Schweizer Nationalmannschaft ist es daher das Beste, wenn man die Italiener mit hohem Tempo, wie gegen Lettland, in der eigenen Zone unter Druck setzt. Unter diesem Druck kann Italien zerbrechen und das eine oder andere einfache Tor zu gestehen. Das Rezept gegen Italien für die Schweizer sollte also heissen: Angriff ist die beste Verteidigung.