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„Nicht mit dem Kopf durch die Wand“ |
Am letzten Samstag setzte sich der EHC Biel dank dem 3:2-Heimsieg gegen Lausanne in der Ligaquali durch. Viel dazu beigetragen hat der kurz zuvor verpflichtete Mentaltrainer. Dieser unterstützte das „unerfahrene“ Team bestmöglich.
Sich einen Mentaltrainer in gewissen Situationen zu leisten scheint im Spitzensport Trend zu sein. Tom Lüthi, der beste Motorradfahrer, engagierte einen, der EHC Biel tat dies ebenso. Kurzfristig steigerte sich der Schweizer in der 250ccm Klasse. Doch den Anschluss an die Spitze des Feldes folgte bis heute nicht.
Anders beim Ligaqualifikanten Biel. Kevin Schläpfer unternahm alles, um den Verbleib in der NLA zu sichern. Neben dem Elite-Trainer Dino Stecher holte sich der NLA-Vertreter auch die Dienste eines Mentaltrainers. Dieser brachte den EHC zurück auf die Siegesstrasse. Nach dem Klassenerhalt sprach Hockeyfans.ch mit Manuel Zigerli und Marco Truttmann über die Wende in der Serie und den hochgelobten Mentaltrainer.
hockeyfans.ch: Wie kam es nach der 2:0-Führung zu einem 2:3-Rückstand und siegte am Ende doch. Was habt ihr geändert?
Marco Truttmann: „Es war Kopfsache. Wir hatten gar nicht so schlecht gespielt, denn wir hatten viele Torchancen. Aber der Torwart hielt viele Schüsse. Danach hinterfragt man sich schon. Wir haben das Ganze mit einem Mentaltrainer analysiert. Das war positiv und es ging wieder vorwärts. Am Ende konnten wir den Sieg einfahren.“
hockeyfans.ch: Das heisst der Mentaltrainer war das Pünktlein auf dem i?
Marco Truttmann: „Jaaa (lacht), schlussendlich ein Teil. Wir sind zusammen gestanden und jeder lief für den anderen. Es zählte jeder einzelne, auch der Mentaltrainer.“
hockeyfans.ch: Manuel Zigerli wie hoch war der Druck zum siebten Spiel im Eisstadion aufzulaufen?
Manuel Zigerli: „Ich konnte kaum was essen, denn ich war so nervös. Hier ging es um unseren Beruf und um die Angestellten des EHC Biel. Der Druck war immens und ich war mental am Boden. Aber es zeigte was für eine super Mannschaft der EHC Biel ist. Wir liegen 2:3 in der Serie zurück, müssen nach Lausanne und gewinnen vor 9000 Zuschauer 4:1.“
hockeyfans.ch: Was hat sich im Team verändert nachdem der Mentaltrainer engagiert wurde?
Manuel Zigerli: „Einer der Hauptpunkte war, dass wir immer positiv denken sollen. Wir haben ein talentiertes Team. Uns fehlt dafür die Erfahrung. Wir wissen nicht, wie wir mit gewissen Situationen, unter anderem die Playouts, umgehen müssen. Ambri hat uns in der Saison nie geschlagen, aber in den Playouts gleich viermal. Da fehlte uns das Mentale. Da hat der Mentaltrainer immer auf das positive verwiesen. Vor allem sollen wir nicht mit dem Kopf durch die Wand, sondern clever spielen. Das haben wir am Ende gemacht.“
hockeyfans.ch: Was hast du an dir selbst geändert?
Manuel Zigerli: „Ich habe mich in die Schüsse gelegt. Wer mich kennt, weiss, dass ich dies nicht mache oder wenn dann nur selten. Beim Schuss heute hab ich den Puck an den Knöchel bekommen.“
hockeyfans.ch: Wie schlimm ist es?
Manuel Zigerli: „Stark geschwollen, aber nicht mehr.“