U18-WM - Mission: Abstieg vermeiden

Von Reto Wiedmer

Für das Schweizer U18-Nationalteam beginnt am Dienstag die Weltmeisterschaft In Weissrussland. Das Ziel in diesem Jahr muss sein, ein Abstieg zu verhindern. Die Schweizer U18 wird im weissrussischen Bobrujsk, etwa zwei Autostunden von Minsk entfernt, spielen.

Mit den USA, Kanada und Schweden treffen die Schweizer in der Vorrunde auf starke Gegner. Dazu kommt noch Weissrussland, welches als Veranstalterland den Heimbonus auf seiner Seite weiss. Der Modus ist der altbekannte, welcher vorschreibt, dass nur die drei ersten dieser Gruppe eine Möglichkeit auf die Halbfinals haben und die andern in die Relegationsrunde müssen. Ein Blick auf die Gegner der Schweizer zeigt auf, dass man der Abstiegsrunde vermutlich nicht aus dem Weg gehen kann. Dennoch ist es nicht unmöglich, der Teilnahme in der Relegationsgruppe zu entkommen. Klar ist, dass der amtierende Weltmeister USA und das mit einem talentierten Jahrgang anreisende Kanada, schwer zu bezwingen sein werden. Die Schweden reisen dieses Jahr mit einem wohl schwächeren Jahrgang an als die Jahre zuvor, und so könnten die Schweden, mit einer starken Leistung der Schweizer, zu bezwingen sein. Ob die Weissrussen, welche mit dem Heimvorteil antreten werden, diesen ausnutzen können, ist schwer einzuschätzen. Der Kader scheint nicht tief genug zu sein. Oder können sie dennoch für eine Überraschung sorgen?

Tschechien oder Slowakei in die Relegationsrunde?

Spannend ist die Ausgangslage in der Gruppe B in Minsk. Mit Russland und Finnland scheinen die beiden Favoriten für die Teilnahme an der Finalrunde gesetzt zu sein. Doch wer wird den dritten Platz belegen? Momentan sieht es nach einem Bruderduell zwischen der Slowakei und Tschechien aus. Beide haben in den vergangenen Jahren Probleme mit der Juniorenförderung gehabt. Dies wirkt sich nun auf internationaler Ebene sträflich aus. Ob aus diesen beiden sogar ein Absteiger zu Gunsten der Schweiz wird? Möglich ist es. Mit einer Aussenseiterrolle startet Lettland. Dennoch kann dieses Team in der Runde um den Abstieg eine gewichtiges Wort mitreden. Einfach wird es aber für die U18-Mannschaft Lettlands nicht werden. Doch mit gutem und schnellem Eishockey können sie den einen oder anderen Gegner in Bedrängnis bringen.

Nino Niederreiter fraglich

Neben den bereits erfahrenen U18-Spieler Gaëtan Haas (EHC Biel), Dario Truttmann (EV Zug), Sven Bärtschi (SC Langenthal), Reto Schmutz (GCK Lions) und Samuel Walser (Kloten Flyers) figurieren auch einige Neulinge im Aufgebot von Manuele Celio. Unter anderem der Torhüter aus der Abteilung der ZSC Lions, Lukas Meili. Er wird von Dennis Saikkonen herausgefordert, welcher bei den Elite-Junioren des SC Bern eine gute und solide Vorstellung auf dieser Position spielte. Welcher der beiden die Nummer eins sein wird, wird sich weisen. Im Aufgebot ist auch der Bündner Nino Niederreiter. Ob Niederreiter der an der U20-WM im Dezember und Januar mit starken Leistungen auf sich aufmerksam machte, an der U18-WM teilnehmen wird, ist noch offen. „El Niño“ spielt im Moment mit den Portland Winterhawks noch in den WHL-Playoffs, bei welchen er derzeit um das Verbleiben in diesen kämpft. Sollte er aber ausscheiden, wird er nach Weissrussland reisen und so schnell wie möglich das U18-Team verstärken.