Fotos von Thomas Oswald



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Sieg gegen Norwegen ein Muss

Von Urs Berger

Heute Abend um 21:00 Uhr Schweizer Zeit spielt die Schweiz das wichtige Spiel gegen Norwegen. Ein Spiel, das gewonnen werden muss. Denn so kann man sich eine gute Ausgangslage verschaffen. Oder eben vergeben.

Blickt man nur auf die Statistiken, dann ist alles klar. In vier Begegnungen gegen Norwegen an Olympischen Spielen gewannen die Schweizer dreimal und erzielten dabei 21 Tore. Die einzige Niederlage an resultierte aus dem Jahre 1972 in Sapporo (Japan). An diesen Spielen ging man mit 5:3 vom Eis. Danach traf man sich 30 Jahre später wieder in Albertville. An diesen Spielen gingen die Schweizer mit 6:3 Toren als Sieger vom Eis. Dies sind jedoch lang vergangene Zeiten. Die Sportart Hockey hat sich verändert, das Spiel wurde schneller, technischer und athletischer. Das Eishockey wurde eine neue Sportart. Und nun treffen die beiden Länder das erste Mal seit 1992 wieder an einem Olympischen Turnier aufeinander. Wer hat die besseren Karten in diesem Spiel? Norwegen oder die Schweiz?

Schnelle Konter

Auf dem Papier gibt es einen klaren Favoriten. Die Schweizer. Wie kann nun Norwegen den Schweizern den Gewinn von drei Punkten vermiesen? Es muss nicht nur über eine gute Defensive gehen. Die Norweger müssen permanent Druck auf die Verteidiger der Schweiz machen, ihre Überzahlsituationen ausnutzen und Jonas Hiller unter Druck setzen. Keine einfache Aufgaben, welche auf die Norweger zukommen. Dies sieht auch Tommy Jakobson so: “Alle Mannschaften sind hier gut. Jedes der Teams hat ihre NHL-Spieler und spielt ein solides Spiel. Dennoch wird es für uns keine einfache Partie werden. Wenn wir aber unserem System treu bleiben und bis zuletzt mithalten können, dann ist dies gut. Gegen die USA war dies nicht der Fall. Wir hatten gegen Ende des Spiels kaum mehr Kraft, um mitzuhalten. Dies muss gegen die Schweiz anders werden. Wenn dies besser wird, dann können wir durchaus den einen oder anderen Punkt gegen die Schweiz entführen.“ Ähnlich sieht es auch Patrick Thoresen. Der ehemalige Lugano-Spieler und NLA-Topscorer kennt nicht nur seine Gegenspieler, sondern auch die Mentalität der Schweizer. “Wir werden versuchen, sie ausserhalb des guten Eises zu lassen. Zudem hoffen wir auf viele Fehler der Schweizer, die wir dann mit einem schnellen Konter abschliessen können. Das Spiel wird aber sicher nicht einfach werden“, führt der Ex-Luganese weiter aus.

Wenige Strafen

Die Schweizer Nationalmannschaft weiss aus Erfahrung, wie es ist, aus einer Aussenseiterrolle zu agieren. Um gegen Norwegen nicht als Verlierer vom Eis zu gehen, müssen die entscheidenden Sachen richtig gemacht werden. In der Verteidigung darf kein Fehler gemacht werden. Strafen müssen verhindert werden und man muss sich von Anfang an bewusst sein, dass man der klare Favorit ist. Und man muss von Anfang an bereit sein, dem Gegner das Leben schwer zu machen. Und dennoch mahnt Romano Lemm an, dass man ein gutes Spiel haben muss. “Wir müssen bereit sein, denn wir sind der Favorit. Es wird ein grosser Unterschied sein zu den beiden ersten Spielen. Damals waren wir nicht der Favorit. Nun sind wir es. Dabei müssen wir das Spiel machen, mehr Schlittschuhlaufen und weniger Strafen nehmen als in den letzten Spielen.“

Auch Martin Plüss sieht es so. „Es wird ein total anders Spiel als gegen die USA oder gegen Kanada werden. Mit dem Spiel gegen Kanada können wir uns noch nichts kaufen, haben noch nichts erreicht. Um gegen Norwegen zu gewinnen, müssen wir wieder unser bestes Eishockey zeigen. Nur dann haben wir auch die Chance, gegen Norwegen zu gewinnen“, fügt der Schweizer Nationalstürmer an. Sicher ist nur eines. Ein einfaches Spiel wird es nicht werden. Und dabei haben die Schweizer mehr zu verlieren als die Norwegern. Denn Siegen ist aus Schweizer Sicht eine Pflicht.