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Hurra, die Play-Offs stehen vor der Türe! |
Die NLB ist 120 Minuten vor Play-Off-Beginn spannend wie kaum zuvor. 7 der 10 Teams können zwei Runden vor Schluss eine bessere oder schlechtere Platzierung erlangen, was dank den passenden Spielpaarungen für noch mehr Emotionen und Spannung garantiert. Eine zentrale Rolle in den letzten Fights vor den Play-Offs scheint der SC Langenthal zu haben, welcher Freitag-Abend ein Lebenszeichen von sich gab.
Die Play-Offs in der NLB stehen vor der Türe. Nur noch zwei Spieltage trennen die Fans von den lange ersehnten Play-Offs und dem damit verbundenen Spektakel. In der Meisterschaft der Nationalliga B schien sich anfangs Visp als klarer Leader durchzusetzen, diese „schwächelten“ aber zuletzt gewaltig. Nun aber zeigt sich eine ganz spezielle Situation in der zweithöchsten Schweizer Eishockeyliga. Nachdem die Visper teils souverän mit mehr als zehn Zählern Vorsprung an der Spitze lagen, besitzen sie nun nur noch 4 Punkte Abstand auf den zweit-platzierten Olten. Die Oltner welche in der letzten Woche den Verlust des Ausländerduos Kelly/Campbell für die nächste Saison zu beklagen hatten, können nun immer noch auf den Rang eins gelangen. Die Hilfe dafür wird aber vom Derbygegner und Abwerber des zweitbesten Ausländerduos der Liga, dem SC Langenthal, gebraucht, welche am Sonntag die Visper zu Hause empfangen und mit einem Punktegewinn zum zittern bringen können. Im letzten Spiel der Quali finden sich nämlich im Wallis die Tabellenführer zur „uuschäsete“ des Qualisiegers zusammen.
Doch nicht nur den Vispern oder den Oltner kann der SCL die Party vermiesen. Die Langenthaler werden auch noch gegen den Lausanne HC spielen, welcher weiterhin Hoffnungen auf Platz 2 hat. Diese haben die bessere Direktbegegnung gegenüber den Powermäusen aus Olten und liegen nur 3 Zähler hinter ihnen. Die Solothurner können somit dank den Siegen von Langenthal einen sicheren Platz 2 gewinnen oder den Clou schaffen und Qualisieger werden. Wäre da nicht noch die Sache mit den beiden Ausländern. „Wir haben auch schon gedacht, dass wir vielleicht gegen Olten spielen könnten in den Play-Offs“, so René Baumgartner, „nachdem wir aber wissen dass Kelly, Campbell und Brägger nächstes Jahr hier spielen werden glaube ich das eher nicht.“ Hätte man nach dem Ausgang der Partien des SCL vor dem Freitag dem 12.02. gefragt, hätte diese von vielen SCL-Fans beantworten werden können. Nach teils miserablen Leistungen in den letzten zehn Spielen mit kaum Emotionen und Feuer schien der Fall klar, der SCL sollte kein Brot gegen die Teams aus Lausanne und Visp haben. Nach dem Spiel gegen die Siderser scheinen aber auch die Langenthaler bereit für die Play-Offs zu sein. Da kann man sich sicherlich denken, besser jetzt als nie, doch der Weg war hart und wird hart bleiben für die Oberaargauer. „Wir wollen nun Spiel für Spiel nehmen. Wir haben zwei tolle Gegner in den nächsten zwei Spielen, gegen welche wir uns bestens für die Play-Offs vorbereiten können“, so Baumgartner. „Wir spielen nun bald die Play-Off Viertelfinals, wir schauen ein Spiel nach dem anderen an und wollen einiges erreichen, bis dahin ist es aber noch ein langer, harter Weg.“ Auch der SCL-Neuzuzug aus Zug, Fabian Lüthi ist zuversichtlich: „Zählen wir den 5:4 Sieg gegen Sierre dazu können wir nun in drei Spielen Selbstvertrauen tanken. Dies ist sehr wichtig für uns, damit wir vieles erreichen können in den Play-Offs.“ Lüthi wird vorerst für die Langenthaler stürmen und für die NLA-Play-Offs zurück zum EVZ gelangen. Er zeigte mit 3 Punkten und einem Penaltytor eine beachtliche Leistung am Freitagabend. „Ich glaube mit diesem Team können wir einiges erreichen“, so Lüthi, „ich selbst bin heiss auf die Play-Offs, ich freue mich auf die beste Zeit des Jahres.“
Auch Roland Gerber, welcher zu Beginn der Saison beim SC Langenthal Kapitän war und nun beim SC Bern die Punkte erzielt, glaubt daran dass die Ehlers-Crew zum Spielverderber vor und in den Play-Offs werden könnte. „Nach der Qualifikation fängt alles bei 0 an. Die Play-Offs sind offen und jeder kann siegen“, so Gerber. Er selber freut sich auch auf die Spiele mit dem SC Bern und hofft dass er mit den Hauptstädtern seinen ersten Meistertitel feiern kann.
Zurück aber zur NLB-Ausgangslage, denn nicht nur auf den ersten drei Plätzen wird gekämpft, sondern auch auf den hinteren Plätzen. Um Rang vier kämpfen weiterhin Sierre und Ajoie um den Heimvorteil. Die Teams sind nach dem Verlust von Sierre punktegleich auf Rang vier und fünf, da die Walliser aber 3 Siege gegen die Romands feiern konnten, können diese selber entscheiden wo sie am Schluss stehen sollen. Mit dem einfacheren Schlussprogramm sollte dies auch möglich sein, zum anderen werden sie gegen die GCK Lions antreten und zum anderen gegen den HC Thurgau. Der HCT ist ein weiteres Team welches noch Voll und Ganz im Kampf um die jeweiligen Plätze steckt. Mit dem knappen Polster von drei Punkten auf den EHC Basel wollen diese den letzten Play-Off-Platz ergattern. Die Basler aber gewannen bereits drei der Partien gegen die Ostschweizer und können in der letzten Direktbegegnung vom Sonntag Punktegleichheit schaffen.
Somit ist sicher, die Lage in der NLB ist äussert prekär und bietet höchste Spannung. Einzig La Chaux-de-Fonds, Langenthal und die GCK Lions können entspannt in die letzten Spiele gehen, da diese ihre Platzierung nicht mehr verbessern oder verschlechtern können. Jedoch greifen auch diese, gewollt oder ungewollt ins Geschehen der Play-Offs ein. Vor allem der SC Langenthal scheint einen zerstörerischen Part spielen zu können.