Foto: Christian Häusler (Auf Bild klicken für MMS)



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Zwischen Abstieg und Sensation

Von Pascal Zingg

Am Sonntag, 27. Dezember 2009 beginnt für die Schweizer U20-Nationalmannschaft das WM-Turnier in Saskatoon. Das primäre Ziel der Schweizer wird sein den Wiederabstieg zu verhindern. Nationalcoach Köbi Kölliker kann dieses Jahr auf das beste Team der letzten Jahre zurückgreifen.

Die Hoffnungen der Schweizer U20-Nationalmannschaft sind auf der starken Defensive gebaut. Das Team verfügt über sechs ausgeglichene Verteidiger, die sowohl defensive als auch offensive Aufgaben übernehmen können. Einer der Leistungsträger ist Luca Sbisa, der als erster Schweizer Spieler mit NHL-Erfahrung in die U20-Naionalmannschaft einrückt. Insgesamt kann der Zuger auf eine Erfahrung von 47 NHL-Spielen mit Philadelphia und Anaheim zurückgreifen. Ein guter Verteidigungspartner des eher defensiven Luca Sbisa könnte Roman Josi sein. Der Berner erzielte in 24 NLA-Spielen 20 Tore, er dürfte der produktivste Verteidiger der U20 sein. Neben Josi und Sbisa wird die Verteidigung durch Patrick Geering (ZSC Lions), Lukas Stoop, Roman Untersander (beide HC Davos), Yannick Fischer (EV Zug) sowie Dominik Schlumpf (Shawinigan Cataractes, QMJHL) abgerundet. Sollte der Verteidigung trotzdem einmal ein Fehler unterlaufen, wird sie sich auf Torhüter Benjamin Conz (SCL Tigers) verlassen können.

Weniger gut sieht die Lage in der Offensive aus, wo sich bisher nicht viele Spieler als Torschützen empfehlen konnten. Der grosse Hoffnungsträger ist Nino Niederreiter. Der Bündner spielt seit dieser Saison bei den Portland Winterhawks. Er erzielte in 37 Spielen 41 Punkte und ist bester Rookie der Western Hockey League. Auf Grund seines Talents dürfte Niederreiter unter spezieller Beobachtung der Scouts stehen. Niederreiter gilt als heisser Kandidat für einen Platz in der ersten Runde des kommenden NHL-Drafts. Neben Nino Niederreiter kann Tim Weber auf Erfahrung aus dem Ausland zählen. Der Berner spielt in der Junioren-Abteilung von Modo Örnsköldsvik, wo er in 22 Spielen 11 Punkte erzielte. Tristan Scherwey, Jeffrey Füglister und Michael Loichat sind weitere Spieler welche bereits in der NLA zu Eiszeit kamen. Die Frage ist, wer neben Niederreiter die Tore schiesst. Einer dieser Spieler hätte Alain Berger sein können. Der Stürmer der Oshawa Generals (OHL) zog sich in einem Testspiel gegen Österreich allerdings einen Knöchelbruch zu und fällt aus.

Wichtige Spiele in der Gruppenphase

Ob die WM ein Erfolg wird, wird sich bereits in der Vorrunde entscheiden. Während die Teams auf den Rängen zwei und drei für die Viertelfinals qualifiziert sind, müssen die Teams auf den beiden letzten Rängen in die Abstiegsrunde. Ein dritter Rang würde also auch den Vorzeitigen Klassenerhalt bedeuten. Um diesen Platz zu erreichen, müssen die Schweizer in der Vorrunde gegen die Slowaken und die Letten gewinnen. „Gegen diese Teams wird es wichtig sein, dass wir sie nicht unterschätzen. Wenn wir beide schlagen und ins Viertelfinale kommen, sind die Möglichkeiten auch für eine Sensation offen“, sagt Jeffrey Füglister Stürmer der Kloten Flyers. Sollten die Schweizer eines der beiden Spiele verlieren, wird es kaum für den dritten Platz reichen. Als vierter würde man aber die Punkte, die man gegen den fünften geholt hat, in die Relegation mitnehmen. In diesem Pool würde man gegen den vierten und fünften der Gruppe B um die zwei letzten Startplätze für die WM 2011 in Buffalo kämpfen. Gegner in der Abstiegsrunde würden voraussichtlich Österreich, Finnland oder Tschechien sein.

Zum Start des Turniers trifft das Team auf die USA und Gastgeber Kanada. Es wird erwartet, dass diese beiden Teams die Plätze eins und zwei unter sich ausmachen.

Was liegt drin?

Was liegt für die Schweizer an diesem Turnier drin? Auf Grund der starken Verteidigung sollte man die wichtigen Punkte in der Vorrunde oder der Abstiegsrunde holen. Einige Fragezeichen stellen sich in der Offensive. Gelingt es Köbi Kölliker einen starken Sturm um Nino Niederreiter zu bilden, liegt durchaus das Viertelfinale drin. Ein Abstieg wäre dagegen ein herber Rückschlag für das Schweizer Junioren-Eishockey.