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Huttwil Falcons bereit für die NLB? |
Einmalig ist derzeit die Tatsache, dass es ein 1.-Ligist im Schweizer Eishockey gewagt hat, noch im Amateurbereich die Fakten zu schaffen, welche benötigt werden, um den Aufstieg in die National League B voranzutreiben. Zum einen wurde eine Aktiengesellschaft gegründet und zum anderen mit Alfred Bohren einen vollamtlicher Trainer engagiert. Der Saisonauftakt ist den Falcons mit zwei überzeugenden Siegen in Folge optimal gelungen.
Aufstieg kein Muss
Der Präsident Heinz Krähenbühl stellte klar, dass der Aufstieg nicht ein Muss für den Club ist. Wer aber genau hinhörte resp. die deutlich positiven Zwischentöne zu bewerten weis, musste jedoch klar erkennen, dass die Promotion im Vordergrund steht. Warum? Mit Alfred „Fredu“ Bohren konnte eine grosse Persönlichkeit als Chefcoach verpflichtet werden. Dieser trainiert nach wie vor die U16-Nationalmannschaft. Ihm zur Seite wurde Samuel Balmer, ein bekannter routinierter Haudegen aus vergangenen Zeiten der NLA und B, als Assistenten gestellt. Dazu der Clubpräsident: „Wir sind in der letzten Saison resp. vor der Namensänderung erstmals knapp gescheitert. Wir haben mit der Verpflichtung von Bohren einen deutlichen Schritt nach vorne gemacht und damit unsere Messlatte hoch gesetzt. Wir verspüren keinen Druck, obschon von aussen von unserem Team der Aufstieg gefordert wird.“
Falcons sind kein Partnerteam der SCL Tigers
Obschon mit Heinz Schlatter, dem ehemaligen Geschäftsführer der Langnauer, ein Schriftstück über eine mögliche Zusammenarbeit erstellt wurde, betont Krähenbühl: „Wir sind kein Partnerteam und wir beharren nicht auf das bekannte Dokument. Zudem haben wir die Mannschaft ohne Absprache mit den Emmentalern zusammengestellt. Unser Interesse an einer möglichen Kooperation ist aber vorhanden.“ Falls die Tigers in die NLB absteigen sollten, welche Überlegungen haben sich die Huttwiler bereits jetzt gemacht? „Überhaupt keine! Wir sind nach wie vor ein völlig unabhängiger Klub und haben gegenüber den Tigers keine Verpflichtungen!“ äusserte sich der ehemalige Fussballer dazu.
Warum Alfred Bohren?
„Als wir die Weichen Richtung AG stellten, kam für uns nur „Fredu“ Bohren als Chefcoach in Frage. Dieser ist eine Hockeygrösse und durch seine Erfahrung nicht nur auf nationaler Ebene die Person schlechthin, welche wir suchten!“ sagte Krähenbühl und beschreibt seinen wichtigsten Angestellten wie folgt: „Er ist ein gradliniger, harter und vor allem konsequenter Trainer, welche von seinen Spielern im eine 100%ige Leistung fordert!“ Bohren suchte diesen Challenge und hat nun die Pflicht, seine Mannschaft ins Unterhaus des Schweizer Profieishockeys zu führen. Das Team ist wie folgt zu analysieren: Mit Pfister und Schilt verfügen die Falcons über zwei überdurchschnittliche Torhüter. Pascal Stoller, ehemaliger Tiger, führt die Verteidigung mit seiner Routine und durch die Verpflichtungen von Bruno Brechbühl, Robert Othmann und Florian Dähler sind ehemalige Profis unter Vertrag genommen worden. Gregor Thommen, der ehemalige, langjährige National League-Spieler, wurde als Sportchef verpflichtet.
Wie oder was sind die Huttwil Falcons?
Der Namen wurde erst vor der laufenden Meisterschaft eingeführt resp. dies sind die Auswirkungen der gegründeten AG, damit verbunden war die Auslösung der 1. Mannschaft aus der Organisation des EHC Napf. Der Verein war die logische Folge des Baues des Nationalen Sportzentrums in Huttwil im Jahre 1996. Die folgenden drei Vereine entschlossen sich damals zur Fusion: der EHC Wasen-Sumiswald, der EHC Rohrbach sowie der EHC Huttwil. Gemäss Verwaltungspräsident Heinz Krähenbühl sind die Aktien voll liberiert, d.h. das Aktienkapital ist voll einbezahlt. Der 44-jährige Präsident ist ein Quereinsteiger im Eishockey und kam durch eine Anfrage nach dem Aufstieg in die 1. Liga vom damaligen TK-Chef Minder zur schnellsten Sportart der Welt. Als Geschäftsführer der PRO.CAM CNC AG verfügt Krähenbühl über die nötige Zeit, die Falcons zukunftsorientiert zu führen. Ohne Markus Bösiger, dem Inhaber des NSZ sowie der Motorex AG in Langenthal, geht es nicht. Mit dessen Engagement wurden letztlich die Voraussetzungen geschaffen, dass die Falcons den nächsten Schritt in Angriff nehmen können.