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Southeast Division: Aufsteigende Tendenz im Süden |
Alle Teams in der Southeast Division haben sich wohl weiterentwickelt oder sind zumindest nicht schlechter geworden.
Carolina: Landen die Hurricanes wieder einen Coup?
Eigentlich waren die Carolina Hurricanes noch nie die Mannschaft der ganz grossen Namen. Auch auf kommende Saison hin hat sich dies nicht verändert und die Canes gelten auch in diesem Jahr nicht zu den Titelaspiranten. Doch die Hurricanes sind erfolgreich und bringen es immer wieder zu Überraschungen. Denn meistens wenn sich Carolina für die Playoffs qualifizierten, kamen sie auch weit. In der Saison 01/02 verloren sie den Final gegen die Red Wings. Drei Spielzeiten später setzten die Hurricanes mit dem Cupgewinn gegen Edmonton noch einen drauf. Und auch in der vergangenen Saison verlor Carolina erst im Conference Final gegen den späteren Cupgewinner aus Pittsburgh. Eigentlich waren die Canes aber mit einem Bein bereits in den Ferien, doch zwei Tore innert 90 Sekunden im siebten Spiel gegen die Devils brachten die Hurricanes doch noch weiter. Dies zeigt die moralische Stärke des Teams von Paul Maurice auf und dafür brauchen die Canes nicht viele Stars. Doch die ganze Playoffgeschichte von Carolina hat auch Schattenseiten, denn keines Mal nach einem guten Abschneiden konnten sich die Hurricanes in der darauf folgenden Saison für die Playoffs entscheiden. Dass dies nicht wieder geschieht, hat sich das Team mit Rückkehrer Aaron Ward verstärkt. Dazu stösst Andrew Alberts und Tom Kostopoulos. Doch ob die neuen Verteidiger den Abgang von Seidenberg kompensieren können, wird sich herausstellen. Mit Patrick Eaves verlieren die Hurricanes einen talentierten, sowie verletzungsanfälligen Stürmer. Dafür konnte man Defensivspezialist Stephane Yelle verpflichten.
Hockeyfans.ch Prognose:
Dass der Zusammenhalt unter den Spielern bei den Carolina Hurricanes stimmt, muss man nicht in Frage stellen. Jeder kämpft für den anderen und mit Staal und Brind’Amour stehen die beiden wichtigsten Spieler weiterhin zur Verfügung. Dazu kommt Cam Ward, der auf eine starke vergangene Saison zurückblicken kann. Doch das Team lebt ausschliesslich von der Kampfstärke und vor allem im Sturm fehlen die torgefährlichen Stürmer. Carolina ist wohl auch in dieser Saison ein Playoffkandidat, aber dafür müssen Spieler wie: Jokinen, Samsonov und Walker wieder besser spielen und Chad LaRose muss an seine letzte Saison anknüpfen können.
Tampa Bay: Besser, aber nicht gut genug
Es liegt gar noch nicht so lange her, als Tampa Bay in der Saison 03/04 den Stanley Cup gewinnen konnten. Doch die beiden letzten Saisons waren schwach. Das Team konnte nur gerade 71 Punkte, beziehungsweise 66 Punkte erreichen. Mit den letztjährigen 66 Punkten war der Lightning das zweitschlechteste Team der Liga. Nur die Islanders aus New York waren gar noch schlechter. Der Misserfolg wurde auch von den zahlreichen Verletzungen der Bolts geprägt. Tampa Bay verlor addierte 351 Spiele aufgrund von Verletzungen. Diese Saison soll das Team von Rick Tocchet stärker sein. Vor allem in der Defensive hat man sich erheblich verstärken können. Der schwedische Hühne und 2nd Overallpick Victor Hedman und Routinier Mattias Öhlund sind die beiden neuen Verteidiger auf die es zu achten gibt. Dazu kommen Matt Walker, Kurtis Foster und David Hale, die allesamt neu verpflichtet wurden. Auf der Torhüterposition steht nun neben Mike Smith neu auch noch Antero Niittymäki zur Verfügung. Die Abwehr ist damit deutlich stärker, aber was ist mit dem Sturm? Letzte Saison war man zu abhängig von Vincent Lecavalier und Martin St.Louis. Darum wurde Alex Tanguay unter Vertrag genommen. Das wäre es dann allerdings auch schon wieder an namhaften Neuverpflichtungen. Dazu kommen die Abgänge von Gary Roberts und Vaclav Prospal.
Hockeyfans.ch Prognose:
Obwohl der Tampa Bay Lightning stärker sind als in der vergangenen Saison, wird es für das Team aus Florida extrem schwierig die Playoffs zu erreichen. Die Verteidigung, zusammen mit dem Torhüterduo Smith/Niittymaki sind zwar gut genug, doch die Tiefe im Sturm könnte nicht ausreichend sein, um sich unter die besten acht im Osten zu spielen. Wollen die Bolts den Sprung in die Playoffs schaffen, muss ihnen eine starke Saison gelingen.
Atlanta: Hotlanta will seinem Namen gerecht werden
Die Atlanta Thrashers sind kein gutes Team. Die noch junge Franchise konnte nur gerade ein Mal um den Stanley Cup mitspielen. Dies in der Saison 06/07, doch Atlanta verlor in der Serie mit 0:4 gegen die New York Rangers. Das Team von General Manager Don Waddell konnte also noch kein Playoffspiel für sich gewinnen. Letztes Jahr machten die vielen Gegentore den Thrashers zu schaffen, nur Toronto bekam mehr als Atlanta. Um dieses Problem in den Griff zu bekommen, wurde Pavel Kubina verpflichtet, der nach den Zuzügen bei Toronto keinen Platz mehr fand. Der Tscheche bildet neben den aufstrebenden Enstrom und Bogosian den Stamm der Verteidigung. Der zweite neue grosse Name ist Nik Antropov. Der Russe wurde von den New York Rangers übernommen. Dazu kommen Ergänzungsspieler wie: Tim Stapleton, Jason Krog oder Anthony Stewart. Ob der diesjährige Prospect Evander Kane die Mannschaftscuts während der Offseason übersteht, wird sich zeigen. Im Tor hoffen die Thrashers auf eine verletzungsfreie Saison von Stammtorhüter Kari Lehtonen. Der Finne konnte letzte Saison nur gerade 46 Spiele bestreiten. Dahinter macht sich der junge Ondrej Pavelec breit. Doch die Abhängigkeit von Ilya Kovalchuck stellt ein grosses Problem dar. Brian Little und Todd White müssen auch diese Saison wieder stark spielen um den Russen bestmöglichst zu unterstützen. Und auch Nik Antropov muss sich wieder deutlich verbessern.
Hockeyfans.ch Prognose:
Die Thrashers haben sich auf diese Saison hin gut verstärkt. Die wichtigsten Spieler konnte General Manager Don Waddell in Atlanta behalten. Die zweitschlechteste Verteidigung der letzten Saison ist besser und im Sturm konnte man Antropov an Land ziehen. Doch die Abhängigkeit von Kovalchuck wird auch diese Saison noch hoch sein. Weil der Sturm zu wenig tiefe aufweist, werden die Thrashers wohl auch diese Saison keine Playoffs spielen können.
Florida: Die Krallen sind ausgefahren
Acht Saisons hintereinander konnten sich die Florida Panthers nicht mehr für die Playoffs qualifizieren. Mit dieser Durststrecke soll nun endlich Schluss sein. Und die Fans der Cats haben Grund zu hoffen. Nur aufgrund der schlechteren Direktbegegnungen konnte man sich letzte Saison nicht für die Playoffs qualifizieren. Ein Rückschlag mussten die Panthers allerdings in der Verteidigung hinnehmen. Bouwmeester, Boynton, Skrastins und Cullimore verliessen den Verein. Diese Abgänge müssen die beiden neuen Verteidiger, Jordan Leopold und Ville Koistinen wettmachen, was eine schwierige bis unmögliche Mission sein dürfte. Hinter Stammtorhüter Vokoun musste man Scott Clemmensen als neuen Backup verpflichten, da Craig Anderson neu in Colorado unter Vertrag steht. Im Sturm sind Ville Peltonen und Richard Zednik nach Russland abgewandert. Dafür präsentierten die Panthers Steven Reinprecht als neuen Center, der letzte Saison immerhin 41 Punkte sammelte. Die Mischung aus Erfahrung und Erfolgshunger stimmt jedenfalls im Team von Headcoach Peter DeBoer.
Hockeyfans.ch Prognose:
Es sieht seit längerem nach einem Aufwärtstrend in Florida aus und die Fans im Süden des Landes können mit gutem Grund auf eine gute Saison hoffen. Die Playoffqualifikation könnte mit dem nötigen Glück realisiert werden, denn das Team hat genügend Qualität. Doch ein Weiterkommen in den Stanley Cup Playoffs wäre wohl eine kleine Überraschung.
Washington: Mit Ovechkin im Team ist fast alles möglich
Mit dem Wechsel des Clubauftrittes vor der Saison 07/08 (Logo und Uniform wurde verändert) veränderten sich die Caps nicht nur äusserlich, sondern auch sportlich. Zuvor landete die Washington Capitals drei Mal hintereinander auf dem fünften und letzten Divisionsplatz und scheiterten klar an der Playoffqualifikation. Doch nach dem Wechsel des Logos konnten die Caps mit echtem Powerhockey überzeugen. Den grössten Anteil am Erfolg der jüngsten Vergangenheit, die Playoffteilnahme klappte in den letzten beiden Saisons, hat Alexander Ovechkin. Der Russe ist der absolute Leader dieser Mannschaft und gilt mit seiner Leidenschaft als einer der attraktivsten Eishockeyspieler der Welt. Doch Ovechkin alleine konnte die Caps natürlich nicht zum Cup schiessen. Um die Last von Ovechkins Schultern zu nehmen wurde Routinier Mike Knuble verpflichtet. Dazu stösst Brendan Morrison aus Dallas in die Hauptstadt. Allerdings haben die Caps auch zwei schwere Abgänge zu kompensieren. Viktor Kozlov und Sergei Fedorov kehren nach Russland zurück. Und auch auf der Torhüterposition ist Washington nicht optimal besetzt. Jose Theodore, der eigentliche Stammtorhüter hatte eine schlechte Saison und wird sich wohl auch in dieser nicht als eindeutige Nummer eins behaupten können. Somit liegt die Last auf den Schultern von den jungen Neuvirth und Varlamov.
Hockeyfans.ch Prognose:
Ovechkin ist der beste Eishockeyspieler der es momentan in Aktion zu sehen gibt, keine Frage. Aber der Russe kann nicht die ganze Last des Erfolgs auf seine Schultern nehmen. Zudem spielen die Caps ein sehr attraktives Eishockey, doch ab und zu muss man auch einmal einen Puck hineinstochern. Die Defensive, inklusive Torhütertrio, ist etwas dünn besetzt und Mike Green muss in den entscheidenden Phasen besser spielen als noch letzte Saison. Doch können die Caps diese Mängel während der Saison in den Griff bekommen, gilt das Team als Geheimfavorit auf den Cup.