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Atlantic Division: Eine der stärksten Divisionen |
Die Atlantic Division geht mit den Topteams aus Philadelphia, Pittsburgh und New Jersey ins Rennen um den Titel. Alle drei Teams gehören mindestens dem erweiterten Favoritenkreis an. Mit den beiden Teams aus New York kommen zudem zwei Mannschaften hinzu, auf die man gespannt sein kann.
New York Islanders: Wozu ist John Tavares bereits fähig?
Die letzten Jahre waren für alle Islanders Fans eine reine Folter. Die Playoffs kamen mehrheitlich nur in den Träumen der Spieler vor. Auch letzte Saison beendete man wieder eine fürchterliche Saison. Mithilfe von den jeweils guten Draftpositionen konnten die Islanders jedoch praktisch immer sehr talentierte Spieler verpflichten. Okposo, Bailey, Comeau und die diesjährigen Erstrundenpicks Tavares und De Haan sind die Hoffnungsträger. Nun liegt es an General Manager Garth Snow den Neuanfang zu Ende zu führen, so dass man die Früchte ernten kann und die Fans auf Long Island endlich wieder einmal eine konkurrenzfähige Mannschaft zu sehen kriegen. Dass man auf der Torhüterposition nicht mehr ins Schwitzen kommt, falls sich Rick DiPietro wieder verletzen würde, hat man mit Dwayne Roloson und Martin Biron gleich zwei neue Nummer eins Torhüter verpflichtet. Und obwohl nur ein Torhüter gleichzeitig spielen kann, wollte General Manager Snow gleich alle drei unter Vertrag haben. Das wäre es dann aber auch schon an Neuverpflichtungen. Man scheint bei den Islanders fest an die eigene Jugend zu glauben, obwohl mit Okposo bereits einer dieser jungen Hoffnungsträger fraglich auf den Saisonstart ist.
Hockeyfans.ch Prognose:
Trotz den neuen John Tavares und Calvin De Haan ist das Kader der Islanders deutlich zu schwach. Auch wenn die Mannschaft von Coach Scott Gordon viele junge talentierte Spieler in den eigenen Rängen hat, fehlt es an Leistungsträger. Die Verteidigung wie auch der Sturm ist zu wenig tief und bei Verletzungen während der Saison könnten die Islanders schnell in alte Muster fallen. Diese Saison dient auf Long Island wohl nochmals als Aufbausaison. In der nächsten Saison könnten die Islanders aber soweit sein, um richtig anzugreifen.
New York Rangers: Die Last auf Gaboriks Schultern
Die Tage in denen die New York Rangers chancenlos und abgeschlagen auf einem nicht-Playoffplatz standen und sieben Mal hintereinander die Playoffs verpassten, sind vorbei. Die Rangers waren in den letzten vier Saisons, obwohl sie nie weit kamen, immer in den Playoffs. Letzte Saison verlor man gegen die Washington Capitals die Conference-Viertelfinals. Nachdem die Rangers mit 3:1 geführt haben, verloren sie am Ende doch noch mit 3:4. Vor allem der Sturm hatte letzte Saison eine schlechte Torausbeute. Die Teamstützen Gomez, Redden und Drury versagten. Darum liess man Gomez im Tausch gegen Higgins nach Montreal ziehen. Und weil Näslund seinen Rücktritt bekannt gab und Antropov, Morris, Mara, Orr, Sjöström und Zherdev zukünftig nicht mehr für die Blueshirts spielen werden, musste sich General Manager Glen Sather wegen neuen Spielern umsehen. Der grosse Name ist Marian Gaborik. Der Slowake, der die letzten Saisons allerdings mit Verletzungen zu kämpfen hatte, ist die grosse Hoffnung am Big Apple und der Stürmer soll Zherdev vergessen machen. Mit Arnason, Brashear und Kotalik gewinnen die Rangers weiter an Tiefe im Kader. Doch mit so vielen Änderungen im Kader wird die neu zusammen gewürfelte Truppe eine Weile brauchen, um sich einzuspielen.
Hockeyfans.ch Prognose:
Die vielen Änderungen vor der letzten und der diesjährigen Saison lässt es den Rangers nicht zu, einen Kern des Teams zu bilden. Zudem wird der Druck auf Gaborik enorm gross sein, vor allem weil man sich in der Offensive kaum verbessert hat und bereits die letzte Saison als torarm bezeichnet hat. Fällt der Slowake dann noch verletzt aus, müssen andere Spieler in die Bresche springen. Auch die sonst starke Defensive hat sich mit den Wegzügen von Morris und Mara verschlechtert. Das Kader dürfte aber genug gut sein, um einen hartumkämpften Playoffplatz zu erreichen.
New Jersey: Auch dieses Jahr wieder im Titelrennen
Die New Jersey Devils sind ein Topteam der Liga. Seit 12 Saisons hat man sich immer für die Playoffs qualifizieren können und die Devils sind seit der Saison 99/00 bereits zweimal Meister geworden. Zuletzt im Jahr 2003 als man die Mighty Ducks of Anaheim schlagen konnte. „The same procedures as every year“, denn die Devils schicken auch in der kommenden Saison eine starke Truppe an den Start. Die Mannschaft blieb in der Offseason etwa die gleiche wie letzte Saison. Einzig der Abgang von Brian Gionta nach Montreal dürfte den Fans schmerzen. Weil auch Back-up Scott Clemmensen die Devils verliess, wurde Yann Danis als neuer Ersatztorhüter hinter dem unantastbaren Martin Brodeur verpflichtet. Ein weiterer schmerzhafter Abgang ist John Madden. Der Defensivspezialist wird neu in Chicago spielen. Dafür sind die jungen David Clarkson, Travis Zajac und Nicklas Bergfors noch einen Schritt weiter. Und der auch noch junge Zach Parise kann auf eine Monstersaison mit 94 Skorerpunkte zurückblicken. Und obwohl in der Defensive die grossen Namen fehlen, bekamen die Devils letzte Saison sehr wenig Gegentore, dies obwohl Brodeur lange verletzt war.
Hockeyfans.ch Prognose:
Die Balance zwischen jungen und erfahrenen Spielern stimmt in der Mannschaft vom neuen Coach Jacques Lemaire. Obwohl für die Devils in den letzten beiden Versuchen jeweils bereits in der ersten Runde der Playoffs Schluss war, zählt New Jersey auch vor dieser Saison wieder zum erweiterten Titelkandidatenkreis. Um die Playoffqualifikation wird wohl wenn alles gut läuft nicht gezittert werden müssen. Dennoch gibt es auch beim Team von Lemaire ein paar Fragen: Ist Brodeur immer noch zu Höchstleistungen fähig und hält die Verteidigung auch in dieser Saison?
Philadelphia: Ist Emery noch gut genug für die NHL?
In den letzten beiden Playoffs scheiterten die Philadelphia Flyers jeweils an den Pittsburgh Penguins. Vor zwei Jahren mit 1:4 und letzte Saison mit 2:4. Beides Mal kamen die Pens bis in den Stanley Cup Final, letzte Saison folgte bekanntlich sogar der Cupgewinn. Um in diesem Jahr ein besseres Kader als das Vorhergehende zu präsentieren, mussten die Flyers ihre Defensive verstärken. Auch weil man mit Alberts und Sbisa während der Offseason verloren hatte, wurde Chris Pronger von den Anaheim Ducks verpflichtet. Pronger soll der neue Abwehrchef in Philly sein und zusammen mit Timonen das Gerüst der Defensive bilden. Doch mit Lupul, Sbisa, einem Erstrunden-Pick und einem Conditional-Pick bezahlte General Manager Paul Holmgren sehr viel für Pronger. Vielleicht zu viel? Der gute Sturm der letzten Saison wurde nicht besser, mit den Abgängen von Lupul und Mike Knuble sogar schlechter. Doch die Flyers hoffen auf eine verletzungsfreie Saison von Briere. Die gute Nachricht für die Flyers Fans ist das weiterhin bestehende Gerüst der Schlüsselspieler Richards, Gagne, Carter und Hartnell. Und mit James Van Riemsdyk steht ein grosses Talent in den Fussstapfen früherer Flyers-Topspieler. Ein Risiko gehen die Flyers allerdings auf der Goalieposition ein. Der Leistungsstand von Ray Emery ist fraglich und Brian Boucher ist eine ewige Nummer zwei.
Hockeyfans.ch Prognose:
Die Philadelphia Flyers haben zwar die Verteidigung einigermassen zusammenhalten können, doch der Sturm ist nicht mehr so stark wie noch letzte Saison. Zudem ist die Torhütersituation heikel. Ob Emery immer noch gleich stark wie bei den Senators ist, wird man herausfinden müssen. Doch wenn Daniel Brière und Simon Gagné eine verletzungsfreie Saison spielen, könnten die Philadelphia Flyers weiter kommen, als noch letzte Saison. Um eine Playoffteilnahme sollte Philly eigentlich nicht zittern müssen.
Pittsburgh: Das Jahr danach
Viele Teams in der Liga musste sich während der Offseason nur mit einer Frage beschäftigen: Was lief letzte Saison schief? Doch die Pittsburgh Penguins haben sich mit dem Titelgewinn von dieser Last gleich selber befreit. Obwohl das Team keine optimale reguläre Saison spielte, gewann man sensationell den Stanley Cup. Die Penguins, angeführt von Malkin und Crosby, überzeugten mit schnellem schnörkellosem Spiel, kompakte Defensivleistungen und optimalem Forechecking. Und die gute Nachricht für die Penguins Fans ist, dass General Manager Ray Shero die Stammspieler in der Stahlstadt hielten konnte. Wegen dem Abgang von Rob Scuderi wurde Verteidiger Jay McKee verpflichtet. Zwei weitere Verluste in der Defensive sind Gill und Boucher. Der letztjährige Backup Mathieu Garon wurde gegen Brent Johnson ausgetauscht. Im Sturm gibt’s nur einen namhaften Zuzug, nämlich Chris Conner. Doch nicht alles glänzt in Pittsburgh. Der Druck hat sich wegen dem Titelgewinn gesteigert und die jungen Malkin, Crosby und Letang müssen nun wahre Stärke zeigen und sich in der nächsten Saison wieder von neuem bestätigen. Zudem spielte Marc-André Fleury, obwohl er in den Playoffs eine solide Leistung ablieferte, jede Saison leicht unter seinen Erwartungen. Der Kanadier könnte am Druck zerbrechen, denn auch er wird nächste Saison mehr im Rampenlicht stehen.
Hockeyfans.ch Prognose:
Das Jahr nach dem Titelgewinn ist für jedes Team schwer. Doch die Penguins konnten die gleiche Mannschaft mehr oder weniger halten. Doch mit Sykora und Satan verlieren die Penguins tiefe im Kader. Die Mannschaft von Dan Bylsma verfügt aber über enorm viel Potenzial und die Penguins dürften nach dem Titelgewinn Blut geleckt haben. Trotzdem müssen die hochgelobten Malkin und Crosby zuerst einmal mit dem Erfolgsdruck umgehen können. Nichts desto trotz muss man mit den Penguins auch diese Saison wieder fest rechnen, auch wenn einem Team die letzte Titelverteidigung im Jahre 1998 zum letzten Mal gelang.