Bei Mark Streits New York Islanders wird es wohl zum Ausverkauf kommen. Foto: Getty Images/Bruce Bennett (auf Bild klicken für MMS)




Open Air - Ein Spass für Jung und Alt

Von Urs Berger

In den letzten Tagen hörte man desöfteren, dass das Spiel in Gstaad etwas Spezielles sein würde. Dies war denn auch der Fall. Die Organisatoren stellten für das Spiel ein Stadion auf die Beine, das 3000 Besuchern Platz bot. Dazu ein Rahmenprogramm, das auf die Weltmeisterschaften einstimmen konnte. Wenn auch etwas kleiner.

Die äusseren Bedingungen schienen auf der Fahrt in das Saanenland immer wie perfekter zu werden. Aus dem regnerischen Mittelland ging es hinauf über Wimmis und Zweisimmen nach Gstaad. Nach Zweisimmen kam dann die Sonne etwas zum Vorschein und man hoffte auf gutes Wetter. Je näher die Anspielzeit kam, umso bedeckter wurde der Himmel. Die Wolken zogen sich zusammen, das Wetter wurde schlechter. Es begann leicht zu schneien. Dies tat jedoch der Stimmung kein Abbruch. Die Fans unterhielten sich mit Sprechgesängen oder holten sich an einem der vielen Verpflegungsstände etwas Warmes zu trinken oder essen. Oder sie betätigten sich sportlich beim Torwandschiessen, liessen sich eines oder beide der Länderwappen auf die Backen sprayen. Mit der Zeit kamen auch die VIP-Gäste bei der offenen Eisbahn in Gstaad an. Hinter der grossen Tribüne wurden sie mit vielen Leckereien verwöhnt. Berliner gefüllt mit Apfelkompott, Schinkengipfel oder auch kleine Käsekuchen wurden feil geboten.

Werbung für die Weltmeisterschaft

Auch während dem Spiel wurden die Verpflegungsstände rege genutzt. Die warmen Getränke waren bei den Zuschauern sehr gefragt. Der dazu einsetzende Schneefall tat das seine. Dies tat jedoch der Stimmung auf den Rängen keinen Abbruch. Der Speaker der SIHA sorgte ebenfalls für eine lockere Stimmung. Mit seinen Witzen hielt er die 3000 anwesenden Zuschauer bei Laune. Auch wenn wegen des Schneefalles das eine oder andere Mal das Spiel für eine Eisreinigung unterbrochen werden musste. Diese wurden denn auch zu den Highlights des Spieles. Die Zuschauer konnten dabei zu den Klängen von Polo Hofers "Hopp Schwiiz" die von einem Sponsor zur Verfügung gestellten Fahnen im Bernern Oberländer Himmel schwenken. So entstand eine gute Atmosphäre, welche nach Hause in die warmen Stuben übertragen wurde. Auch dies gehört zur Werbung für die kommenden Weltmeisterschaften in der Schweiz. Denn das Ziel dieses Spieles in Gstaad war auch, dass man Werbung für diesen Anlass machte. Dies gelang den Verantwortlichen gut. Denn die Atmosphäre war sicher eine der Beste seit langem. Nach dem Spiel ging es dann an einen der Verpflegungsstände oder in eines der zahlreichen Restaurants in der Umgebung. Dort konnte man sich aufwärmen und über das Gesehene diskutieren. Manche Zuschauer blieben denn auch länger im Ausgang und liessen den Abend so ausklingen. Andere machten sich mit der Bahn oder mit dem Auto durch das nun verschneite Saanen- und Simmental zurück nach Hause. Ander fuhren via die Pässe in die Waadt oder in Richtung Genf zurück. Man war sich aber einig, dass diese Veranstaltung dem Image des Schweizer Eishockeys gut tat. Oder wie sagte Ralph Krueger nach dem Spiel: "Ich glaube, mit diesem Spiel konnten wir viel für die Weltmeisterschaft im eigenen Land machen. Man wird nun in den kommenden Tagen über das Spiel sprechen. In diesen Gesprächen dürfte weniger die Leistung der Mannschaft im Vordergrund stehen als die Veranstaltung selber. Genau dies wollte man erreichen. Eine bessere Werbung konnte man für die Weltmeisterschaft nicht machen."