Saisonrückblick 04/05
von Urs Berger
 

So schnell hat sich das Ausländer Karussell noch nie gedreht. Bei einigen Spielern schien "Bewegungstherapie" das (un)Wort der Stunde zu sein, andere nahmen wiederum ihren Job sehr ernst. Auch die Trainer und Manager hatten aber ihren Anteil an einer durchaus erinnernswerten Saison. Wir wagen einen Rückblick, der nicht vollständig sein kann.


HC Ambri-Piotta

Letztes Jahr die Positive Überraschung der Liga, dieses Jahr mit viel Bauernschläue, sprich Einmischung von Anwälten, dem Kantonsrivalen HC Lugano in den Play - offs entwischt und danach aber gegen die ZSC Lions, in den Viertel - Finals, sang und klanglos ausgeschieden. Aus einem ehemaligen sympathischen Klub wurde der ungeliebteste Klub der letzen Spielzeit. Kann der HC Ambri - Piotta diesen Image Verlust wieder wettmachen in der nächsten Saison?
Saisonrückblick HC Ambri-Piotta


SC Bern

Die Entscheidung war gefallen, der HC Davos hat einen zuletzt guten SC Bern am Einzug in das Finale gehindert. Der letztjährige Titelverteidiger tat sich über die ganze Saison gesehen schwer mit den Gegnern und konnte am Schluss dennoch in den Halbfinal einziehen. Ein Resümee einer gescheiterten Klubpolitik, eines unfähigen Sportchefs und eines U20 - Nationalspielers, der ein Aufgebot in die A - Nationalmannschaft verdient hätte.
Saisonrückblick SC Bern


HC Davos

Es war der 07. April 2005 als um 22:57:30 Uhr die Eissporthalle in Davos explodierte und Josef Marha durch einen schönen Pass von Laurent Müller das entscheidende Tor zur Meisterschaft verwerten konnte. Acht Monate nach dem Saisonstart krönte sich der HC Davos zum verdienten Nachfolger des SC Bern. Die Strategie auf eine Saison ohne NHL - Hockey und mit der konsequenten Verjüngung des Kaders ist aufgegangen. Eine Saison nach dem beinahe Kollaps meldeten sich die Bündner beeindruckend zurück.
Saisonrückblick HC Davos


HC Fribourg-Gottéron

Mit oder ohne David Aebischer war die Frage vor der Saison. Die Frage konnte in den Reihen der Fribourger Fans nicht verstummen und einige böse Stimmen behaupteten, das die akute Gefahr mit David Aebischer im Tor nie eine Frage gewesen wäre, sondern sicher für die Play - Offs qualifiziert gewesen wären. Doch der General Roland von Mentlen hat sich in dieser heiklen Frage anders entschieden und musste dafür bitter büssen. Doch auch ansonsten hat der Drache die Höhle wieder verlassen und die Fribourger böse heimgesucht. Erst im Abstiegskampf gegen den späteren Absteiger Lausanne HC konnten sich die Saanestädter durchsetzen. Eine Saison, die man in Fribourg vergessen sollte.
Saisonrückblick HC Fribourg-Gottéron


Servette-Genève HC

In der Vorschau zur diesjährigen Meisterschaft haben wir geschrieben, dass dies die Saison der Bewährung bei den Adlern aus Genf sei. Wir wurden nicht enttäuscht und erlebten eine recht ruhige und erfolgreiche Saison. Dennoch schied der HC Genève Servette in den Viertelfinals gegen ein wiedererstärktes Zug aus. Doch der 5. Platz dürfte alle beteiligten glücklich machen, hat sich doch so Servette im Mittelfeld der Nationalliga etabliert.
Saisonrückblick Servette-Genève HC


Kloten Flyers

Die Kloten Flyers zitterten bis zuletzt und wussten nicht, ob sie das Saison-Ziel, das Erreichen der Play-offs, erfüllen konnten oder ob sie den beschwerlichen Weg in die Play-outs nehmen müssten. Nach dem 1 zu 10 gegen den SC Bern im letzten Spiel der Qualifikationsrunde war auch diese Frage geklärt und die Flyers mussten in den sauren Apfel der Relegationsspiele beissen, obwohl man schon sehr früh das Trainerduo gewechselt hatte.
Saisonrückblick Kloten Flyers


Lausanne HC

Sie haben gekämpft, die Spieler des Lausanne HC. Sie haben aber alles verloren, als die Führung den charismatischen Trainer Gary Sheehan durch den egozentrischen und unbeliebten Bill Stewart ersetzte, der nur daraus aus war, die angeschlagenen Lausanner in die NLB absteigen zu lassen. Doch auch neben dem Eis lief nicht vieles für die Lausanner: zu viel Unruhe war im Management und die Fans konnten nicht viele erfreuliche Momente auf dem Eis mit ihrer Mannschaft erleben.
Saisonrückblick Lausanne HC


HC Lugano

Sie haben gekämpft, die Spieler des Lausanne HC. Sie haben aber alles verloren, als die Führung den charismatischen Trainer Gary Sheehan durch den egozentrischen und unbeliebten Bill Stewart ersetzte, der nur daraus aus war, die angeschlagenen Lausanner in die NLB absteigen zu lassen. Doch auch neben dem Eis lief nicht vieles für die Lausanner: zu viel Unruhe war im Management und die Fans konnten nicht viele erfreuliche Momente auf dem Eis mit ihrer Mannschaft erleben.
Saisonrückblick HC Lugano


Rapperswil-Jona Lakers

Zu Beginn der Saison top, danach flop und dennoch den siebten Platz erreicht. So in etwa könnte man die Saison der Rapperswil-Jona Lakers umschreiben. Dennoch konnten die Lakers überzeugen und gewannen durch ihr keckes Auftreten auch viele Freunde und neue Fans. Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis die Rapperswiler über das Viertelfinale hinaus kommen.
Saisonrückblick Rapperswil-Jona Lakers


SCL Tigers

Jeremias Gotthelf schrieb ein Buch, das vom Händel fremder Städter handelte und in dem es nach Irren und Wirren die Besitzer des Hofes wieder zu den Ursprüngen ihres Handelns zurückbrachte. Genau so könnte man die letzte Saison beschreiben, haben doch die Städter (Jim Koleff und Müller) die Langnauer auf die falsche Fährte gebracht, ehe die Besitzer (Soltermann, Grunder, Aegerter) den „Hof“ wieder in die richtigen Bahnen lenkte. So kam es denn am Schluss dennoch zu einem Happyend und die SCL Tigers mussten nicht absteigen.
Saisonrückblick SCL Tigers


EV Zug

Vor zwei Jahren fast abgestiegen, diese Saison in den Halbfinals an den ZSC Lions gescheitert. Dieser bemerkenswerte Aufstieg hat mit Konstanz und mit sorgfältiger Personalpolitik zu tun. Dazu kam noch das Spielglück, welches so oft im Sport benötigt wird, und den Zugern gut gesinnt war. Doch nicht nur dies war massgeblich am Erfolg der Zuger, sondern auch die gute Besetzung gewisser Schlüsselpositionen mit guten bis hervorragenden Spielern: Lars Weibel im Tor, Barry Richter in der Verteidigung und Oleg Petrov im Sturm, waren die Eckpunkte einer guten Saison.
Saisonrückblick EV Zug


ZSC Lions

Eigentlich hätte es nach Simon Schenk "nur" eine Zwischensaison werden sollen im "Stadiönli". Alles war auf diese Saison ausgerichtet, man rechnete von vornherein mit einem Betriebsdefizit und schürte so auch bei den Fans keine grossen Hoffnungen. Diese Rechnung ging auf und nur im Finale mussten die Zürcher der individuellen Klasse eines HC Davos Tribut zollen. Eine erfolgreiche Saison geht für die Löwen zu Ende und weckt neue Hoffnungen für die nächste Saison im neu renovierten Hallenstadion.
Saisonrückblick ZSC Lions


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