BACKGROUND


Playoffs und Relegationsrunde - die Vorschau




Die reguläre Saison ist um und nur zwei Tage nach der spannenden Entscheidung geht es gleich wieder weiter. Die Playoff-Viertelfinalspiele beginnen und der Abstiegskampf wird heiss. Hier präsentieren wir in zwei Teilen die Statistik zu den bisherigen Paarungen, die Bilanz und den Ausblick aller 13 Mannschaften sowie eine Vorschau zu den Paarungen.


Die Paarungen und deren Tendenzen

Von Martin Merk


Playoffs NLA


Lugano - Fribourg 




 
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Bern - Zug 





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Servette - Ambrì 





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Davos - ZSC Lions 





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Spiel 1:HC LuganoHC Fribourg-Gottéron
Rang 2003/0418
Punkte im Direktvergleich 2003/0480
Tore im Direktvergleich 2003/041912
Playoffsiege im Direktvergleich seit 1986101


Spiel 2:SC BernEV Zug
Rang 2003/0427
Punkte im Direktvergleich 2003/0471
Tore im Direktvergleich 2003/04139
Playoffsiege im Direktvergleich seit 1986139


Spiel 3:Genève-Servette HCHC Ambrì-Piotta
Rang 2003/0436
Punkte im Direktvergleich 2003/0453
Tore im Direktvergleich 2003/04128
Playoffsiege im Direktvergleich seit 198600


Spiel 4:HC DavosZSC Lions
Rang 2003/0445
Punkte im Direktvergleich 2003/0426
Tore im Direktvergleich 2003/04915
Playoffsiege im Direktvergleich seit 198654


Der Weg zum Meistertitel

Der Weg zum Meistertitel führt wie seit 1985/86 üblich über die Playoffs. In den Viertelfinalspielen kommen jene Mannschaften weiter, welche in einer Best-of-7-Serie zuerst vier Siege erspielen. Auch im Halbfinale wird nach diesem Modus gespielt, im Finale Best-of-5 (3 Siege nötig). Die Paarungen werden in jeder der drei Stufen neu anhand der Rangliste der regulären Saison ermittelt, das heisst es gibt keinen festen "Playoff-Baum".
Was Live-Übertragungen anbelangt, gucken die Eishockey-Fans diese Saison in die Röhre. Im Viertelfinale und Halbfinale werden nur die Spiele vier, fünf, sechs und sieben übertragen, das Finale immerhin noch komplett. Achtung: Das Fernsehen hat drei Dienstagsrunden wegen der Champions League im Fussball auf den Montag verschieben lassen.... Spieldaten beachten (Links auf der Startseite)
Weniger in die Röhre gucken die Eishockey-Fans bei hockeyfans.ch: Zu jeder Spielvorschau findet ihr Links zu Live-Übertragungen: Für jedes noch verbleibende Spiel der NLA und NLB!


Der Abstiegskampf

Ausgangslage:
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s / u / n
torv.
p
1.Kloten4822323151:13147
2.Rapperswil4816527136:16337
3.Lausanne4815330116:17133
4.SCL Tigers4813629119:17532
5.Basel489534116:20723
Die Rangliste der bisherigen Direktbegegnungen:
s
s / u / n
torv.
p
1.Kloten16101569:3521
2.Rapperswil1682658:4818
3.Lausanne1681745:5217
4.Basel1652947:6112
5.SCL Tigers1652945:6812


Neu ist der Abstiegsmodus: Es werden keine Playouts mehr gespielt, sondern eine Relegationsrunde - und dies durch Mitnahme sämtlicher Punkte der Saison. Dazu kommt eine Doppelrunde, das heisst jede Mannschaft tritt zu Hause und auswärts gegen jede der vier anderen an. Ergibt acht Spiele pro Mannschaft und zehn Spieltage. Erstellt man eine Rangliste der bisherigen Direktbegegnungen, so spricht diese dafür, dass sich nicht mehr viel ändern dürfte.
Der Aufsteiger Basel hätte in Direktbegegnungen wie Playouts gute Chancen gehabt (positive Bilanzen gegen die SCL Tigers und Lausanne), doch nach der Modus-Revolution im Sommer, welche von einigen Teams erfolglos bekämpft wurde, zählen nun mal sämtliche Spiele der Saison, und nach dieser sind die Basler aufgrund des Rückstandes von 9 Punkten so gut wie abgestiegen. Spannend wird es um Platz 12 zwischen den SCL Tigers und Lausanne, dieser führt nämlich zur Ligaqualifikation um den Platz in der NLA gegen den Meister der NLB, sollte dieser EHC Biel oder HC Sierre-Anniviers (die beiden aufstiegsberechtigten Teams) heissen, wovon man nach dem bisherigen Verlauf ausgehen kann. Kloten braucht nur noch zwei Punkte für den definitiven Klassenerhalt und auch Rapperswil sollte nicht in Gefahr sein, befindet sich aber noch in Strichnähe.


Die Teams und ihre Chancen im Restprogramm

Von Urs Berger


Die Entscheidende Phase einer jeden Saison steht bevor. Die Playoffs und die Relegationsrunde stehen an. Bei vielen Spielern steigt der Adrenalinspiegel an, Trainer schonen Spieler und Fans liefern sich harte Wortgefechte. Doch wie sind die Chancen der einzelnen Teams auf ein weiterkommen in der Meisterschaft oder ein Verbleibe in der Nationalliga A? Eine Vorschau auf die wichtigste Phase der Saison.



HC Lugano
Der HC Lugano ist sicher einer der heissesten Anwärter auf den Meistertitel. Als Souveräner Leader der Meisterschaft, startet er in allen wichtigen Partien mit dem Heimvorteil. Der Charakter der Mannschaft prägt sich dadurch, dass sie sich auf den jeweiligen Gegner ausgezeichnet einstellen können. Doch wir sieht es aus, wenn sie auf einen Gegner treffen, der körperbetonter und härter spielt? Trainer Larry Hurras wird hier auch die richtige Mischung finden und die Antwort im Coaching finden. Klarer Favorit auf den Meistertitel!


SC Bern
Ist die Zeit reif für den SC Bern, wieder an die grossen Zeiten unter Bill Gilligan an zu knüpfen? Zuzutrauen währe es Ihnen. Neben einem guten und ausgeglichenen ersten Block verfügen die Berner über genug Substanz im Team, um jeden Gegner vom Eis zu arbeiten. Rolf Schrepfer, Yves Sarault und die Gebrüder Ziegler können einem Gegner arg zusetzen. Doch entscheidend wird sein, wie sich Kent Ruhnke und Alan Haworth in den Entscheidenden Phasen entscheiden. Doch haben die Berner auch einen Meistergoalie? Marco Bührer sollte sich keine Ausraster mehr erlauben wie zuletzt gegen Langnau. Die Meisterprüfung muss er zuerst noch ablegen. Bern kann aber durchaus in den Final kommen, wenn sie diszipliniert und hart, aber fair Spielen.


Genève-Servette HC
Die Genfer sind erst in ihrer zweiten Saison in der Nationalliga A und haben sich bereits wieder unter den besten Mannschaften der Schweiz einordnen können. Unter Trainer Chris McSorley wurde ein defensives System entwickelt, welches schwer zu knacken ist. Zudem Verfügen die Westschweizer einen ausgezeichneten, in den Playoffs immer besser werdenden Torhüter. Reto Pavoni weiss, wie man Meister werden kann und wird dieses Wissen in den Spielen, in welchen es hart auf hart geht, abrufen können. Ebenfalls verfügen die Genfer mit Oleg Petrov einen Spieler, der im Alleingang ein Spiel entscheiden kann. Zu den grossen Vorteilen der Calvinstädter zählt auch das heissblütige Publikum bei, das in jedem Spiel den sechsten Mann auf dem Spielfeld stellen kann und die Mannschaft nach vorne peitscht, wenn es nicht gut läuft. Eine Halbfinal-Qualifikation ist nicht nur möglich, sondern machbar. Doch reicht es für das Finale?


HC Davos
Quo Vadis HC Davos? Davos ist wohl eine der am schwierigsten einzuschätzenden Mannschaften in der laufenden Saison. Einmal spielen sie auf einem Top-Niveau, das andere Mal so lausig wie ein Abstiegskandidat. Doch nach der Verpflichtung von Höglund und Elik konnten die Bündner zulegen und wurden unberechenbarer. Die Davoser zu unterschätzen wäre sträflich, haben sie doch noch genügend Spieler in den Reihen, die wissen, wie man Meister wird. Entscheidend wird bei den Davosern jedoch sein, wie gut sie die Querelen, welche am Anfang der Saison die Mannschaft durchschüttelte, abhängen können und wie gross der Substanzverlust innerhalb der Mannschaft sein wird. Wird jeder Spieler für jeden kämpfen wollen, oder muss Trainer del Curto, wie auch schon, zu Disziplinierungs- Massnahmen greifen? Der Halbfinale sollte erreicht werden können!


ZSC Lions
Die ZSC Lions sind eine Wundertüte. Mit den vielen jungen Spielern, welcher der neue Trainer Christian Weber in die Mannschaft integrieren konnte, überraschten sie und erreichten bei den Zuschauern viel Bewunderung. Doch die Stadtzürcher haben ein Problem in der Verteidigung. Sollte Mark Streit ausfallen, dann haben sie keinen Leader mehr in der Verteidigung, was auch schon zu Problemen geführt hat. Auf der Torhüter Position haben die Lions keine Probleme. Mit Ari Sulander und Mathias Schoder sind zwei ausgezeichnete Schlussmänner vorhanden, welche durchaus ein Spiel entscheiden können. Doch wie gut sind die jungen Spieler, wenn es hart auf hart geht? Dennoch sollte man die ZSC Lions zu den Anwärtern auf einen Halbfinal-Platz zählen.


HC Ambrì-Piotta
Der HC Ambri-Piotta gehört wahrscheinlich zu den grösseren Überraschungen in der laufenden Saison. Niemand erwartete den Dorfclub aus der Leventina so weit vorne. Auch wir von hockeyfans.ch haben uns getäuscht. Doch so ist das Business eben. Die Tessiner überraschten mit einer soliden und guten Verteidigung, mit schnellem Transitionsspiel und mit einem Sturm, der sich sehen lassen konnte. Trotz einigen Ausrastern der Leistungsträger (Hnat Domenichelli), liessen sich die Leventiner nie aus ihrem Konzept bringen und spielten eine sehr solide Saison. Auch im Umfeld blieb es erstaunlich ruhig und der neue Sportdirektor, Peter Jaks, scheute sich auch vor ungemütlichen Personalentscheiden nicht. Eine Qualifikation für das Halbfinale wäre jedoch eine Sensation!


EV Zug
Die Zuger haben eine schwere Saison hinter sich, können aber die nächste Saison nun in Ruhe planen. Die spielerischen Mittel wurden den Innerschweizern mehrmals aufgezeigt, konnten aber auch immer wieder von peinlichen Vorstellungen der Gegner profitieren. Die Zuger waren aber auch in den wichtigen Spielen bereit, um sich die nötigen Punkte zu sichern. Die Innerschweizer würden sich sicher glücklich schätzen, wenn sie in die Halbfinals vorstossen könnten. Doch dies ist, in Anbetracht der gezeigten Leistungen in der Saison, wohl kaum möglich. Zu limitiert sind einige Spieler in Zug. Doch daraus hat das Management seine Lehren gezogen. Das Viertelfinale ist wohl Endstation einer verkorksten Saison.


HC Fribourg-Gottéron
Durch ein letztjähriges Missmanagement im entscheidenden Zeitpunkt wurden letzte Saison die Playoffs verpasst. Die Drachen vom Saanenland scheinen dem Hockey Club aber wieder gut gesinnt zu sein. In einem hart umkämpften Spiel konnten sie der Relegationsrunde entrinnen und verbannten die Kloten Flyers in diese Poule. Die Fribourger müssten in den Playoffs wiederum mit einem inneren Feuer spielen wie in den Jahren mit Chomutov und Bykov. Doch in der guten alten Patinoire St. Leonard ist an guten Tagen alles möglich. Doch ein Weiterkommen gegen den Starken HC Lugano, wäre mehr als eine Sensation, es wäre ein Wunder. Doch Wunder gibt es immer wieder.


Kloten Flyers
Die Flyers aus Kloten haben es derzeit wie die Swiss. Grosse Versprechungen und dann wird das hochgesteckte Ziel nicht erreicht. Die Ausländer konnten in diesem Team nicht brillieren, konnten die von ihnen verlangten Leistungen nicht abrufen und die Jungen waren zum Teil in der Meisterschaft überfordert. Doch es kam auch unheimlich viel Pech dazu mit der Verletzung von Tobias Stephan, dem Nachfolger von Reto Pavoni. Doch die Schuld nur dem Ersatztorhüter in die Schuhe zu schieben wäre ungerecht, spielte sich doch Daniel Manzato in den letzen Spielen in beneidenswerte Form. Natürlich machte der 20-jährige auch Fehler, doch ist dies für einen Spieler in seinem Alter auf dieser Position normal. Mehr bedenken muss man an den Ausländern anbringen. Marko Kirpusoff konnte nie seine volle Leistungen abrufen, Jaroslav Hlinka konnte auch nicht die richtigen Akzente setzen, Kimmo Rintanen nicht der gewünschte Leader auf dem Eis sein und Brian Felsner konnte man in den letzen Spielen nicht bewerten, weil er unauffällig spielte. Die Kloten Flyers müssen nun zum ersten Mal seit Bestehen der Playoffs in die Relegationsrunde. Werden sie sich retten können wie die Swiss? Das steht sportlich ausser Frage, haben sie doch die nötigen Punkte schon im Voraus beinahe zusammen.


SC Rapperswil-Jona
Der SC Rapperswil-Jona war mit grossen Zielen in die Meisterschaft gestartet. Doch schon bald wurde klar, dass die Rosenstädter auch dieses Jahr um einen Playoff-Platz kämpfen müssten. In den entscheidenden Spielen gegen vermeintlich schwächere Teams konnten sich die Rapperswiler selten durchsetzen, spielten aber gegen die stärker eingestuften Teams das bessere Eishockey. Doch woran lag dies? Die Arbeitseinstellung der Spieler und des Betreuungsstabes ist sicher eines der besten in der Nationalliga. Auch das Spielermaterial ist sicher vorhanden, obwohl man mit dem einen oder anderen Spieler nicht ganz zufrieden sein kann. Doch mit einer Mannschaft mit diesem Budget wurde das Optimum herausgeholt. Auch Rapperswil wir sich in der Relegationsrunde behaupten können. Die Frage ist nur, werden sie vor Kloten sein oder nicht?


Lausanne HC
Der Lausanne HC schreibt in diesem Jahr wohl die unglaublichste Geschichte seit Einführung der Playoffs. Der allseits beliebte und fachlich ausgezeichnete Mike McParland wurde nach einer kurzen Talfahrt mit dem Klub entlassen und der mehr als umstrittene Riccardo Furrer engagiert. Welch ein Fehlgriff der Klubführung (Hegg)! Diese Aktion brachte den Lausanne HC in noch ärgeren Nöten als sonst schon. Die Spieler meuterten (1:7 gegen Basel), die Fans blieben aus oder solidarisierten sich mit dem Gegner (Basel) und im Umfeld wurde unnötige Unruhe heraufbeschworen. Und nun kommen noch finanzielle Probleme auf die Waadtländer zu. Wäre es da nicht besser, die Lausanner würden von sich aus in die Nationalliga B absteigen und sich dort sanieren? Ein Schelm wer das denkt, haben doch die Spieler des Lausanne HC wieder viel gut zu machen bei den Fans, den Sponsoren und den vielen anderen Sympathisanten im Waadtland!


SCL Tigers
Mit Geld alleine lässt sich keine Meisterschaft erkaufen und keine Playoff-Qualifikation erreichen! Wie hochtrabend waren doch die Zielsetzungen der Emmentaler zu Beginn der Saison. Man wolle in die Playoffs um jeden Preis, ja, man sicherte sich die Verdienste des geschassten Todd Elik wieder, der durch Tom Koivisto ersetzt werden sollte. Doch erstens kommt es anders und zweitens als man denkt! Die Langnauer waren die negative Überraschung der Saison. Nie konnten die Emmentaler in den oberen Plätzen mitmischen, vergaben wichtige Punkte gegen sogenannte kleine Teams und als dann noch Unruhen im Umfeld des Teams ausbrachen, Auslöser soll Todd Elik gewesen sein, war es um die Chemie im Team geschehen. Jim Koleff räumte eigenhändig den Spind seines besten Mannes und warf ihn aus dem Team. Doch auch nach diesem Intermezzo konnten sich die Tigers nie mehr erholen, wobei auch noch Pech dazu kam. Jim Koleff erkrankte wiederum an Krebs. Dies beschäftigte die Mannschaft sicherlich auch in einer nicht gerade leistungsfördernden Art. Doch die nun anstehende Relegationsrunde mit allfälliger Ligaqualifiaktion wird für die Tigers zur Zerreissprobe. Sollten sie in ein Stechen mit dem Sieger der Nationalliga B müssen, wäre ein Abstieg nicht ausgeschlossen. Oder "hälfe" wieder eine Telefonkonferenz, den Fall in die Nationalliga B zu verhindern?


EHC Basel
Schade schade schade! Das ist das einzige was einem zu Basel einfällt. Die Basler konnten sich letztes Jahr am grünen Tisch in die Nationalliga A hieven und wollten dort unter die ersten acht kommen. Doch dies gelang ihnen nicht. Zum Verhängnis wurde ihnen der späte Entscheid der Nationalliga GmbH, wie nun die neue Saison zu gestalten sei. Als dieser Entscheid gefallen war, waren kaum noch gute Spieler auf dem Arbeitsmarkt vorhanden und die Basler mussten sich mit dem "Restposten" der nicht erwünschten Spieler begnügen. Nun sind die Basler schon seit einiger Zeit als Nummer 13 der Liga in akuter Gefahr, direkt wieder abzusteigen. Zwar haben die Basler gegenüber den direkten Konkurrenten SCL Tigers und Lausanne die bessere Bilanz, doch dies zählt für einmal nicht, sondern die Punkte der gesamten Saison. Und diesen Rückstand noch abzubauen, käme einem Wunder gleich.

Prognose zum Playoff-Viertelfinale

Lugano - Fribourg 4:1
SC Bern - EV Zug 4:2
Servette - HC Ambri 4:3
HC Davos - ZSC Lions 3:4



It's Playoff-Time!

Von Maurizio Urech


Endlich ist es soweit, "the best time of the Year" für einen Eishockey-Fan beginnt morgen Abend mit den ersten Viertelfinals, zwei Paarungen kennen klare Favoriten, während die anderen zwei Paarungen etwas ausgeglichener scheinen. Eine kleine Vorschau.

HC Lugano - HC Fribourg-Gottéron

Fast alles spricht in dieser Serie für den HC Lugano. Man hat viermal in dieser Saison gegen Gottéron gewonnen, knapp zwar doch am Schluss hatte man immer die Nase vorn, man hat drei Top-Ausländer, vier ausgeglichene Linien, einen Goalie der in sich im entscheidenden Moment steigern kann, ein enormes Offensiv-Potential, was soll da noch schief gehen?
Der grösste Gegner des HC Lugano ist wohl der HC Lugano selbst, man hat in dieser Serie alles zu verlieren und falls man den Gegner unterschätzt und meint es gehe schon von selbst, dann könnte es schief gehen.
Gottéron hat in dieser Serie gar nichts zu verlieren, viel wird davon abhängen, ob man sich mit der Viertelsfinal-Qualifikation zufrieden gibt oder ob man wirklich gewillt ist, dem grossen Favoriten ein Bein zu stellen. Die drei Ausländer plus die anderen Leistungsträger wurden in den letzten Spielen enorm forciert, wird sich dieser Kräfteverschleiss rächen oder kann man noch genug Kräfte mobilisieren?
Meine Prognose der HC Lugano wird sich mit 4:1 Siegen durchsetzen.

SC Bern - EV Zug

Auch in dieser Serie gibt es einen klaren Favoriten, die Big-Bad Bears, die nach vielen Jahren endlich den Titel wieder nach Bern zurückholen wollen.
Man hat Vorteile auf dem Torhüterposten, defensiv ist man stabiler, der EVZ hat den schwächsten Angriff aller Playoff-Teilnehmer was soll da noch schief gehen? Genau wie der HC Lugano könnte man den Gegner unterschätzen und glauben man sei schon weiter, bevor der erste Puck eingeworfen ist. Wird man es endlich fertig bringen und diszipliniert spielen oder wird man durch zu viele Strafen unnötige Energien bereits im Viertelfinal verschwenden?
Niemand erwartet vom EVZ dass er die Bären aus dem Rennen wirft, und genau dies könnte die Chance für die Innerschweizer sein, nach vielen Monaten kann man endlich unbeschwert aufspielen, doch den grossen Favoriten wird man nur ärgern können, falls man sich sowohl defensiv wie auch offensiv steigern kann und die grosse Unbekannte heisst Claude Lemieux, wird er endlich seiner Leaderrolle auf dem Eis gerecht oder bleibt es bei schönen Worten?
Prognose: SC Bern - EV Zug 4:2

Genève-Servette HC - HC Ambrì-Piotta

Die Genfer haben in dieser Saison mit Ihrer Konstanz überrascht und die Qualifikation gleich hinter den zwei grossen Favoriten abgeschlossen. Gegenüber den Leventinern hat man diverse Vorteile, Pavoni hat eine immense Erfahrung, was man von Züger sicherlich nicht behaupten kann.
Der Ausfall von Burkhalter (seine Saison könnte zu Ende sein) wiegt für die Leventiner schwer, da ihre Torproduktion jetzt nur von den zwei Ausländern Trudel und Domenichelli abhängt und weil Burkhalter auch im Powerplay eine wichtige Rolle spielte. Falls es den Genfern gelingen sollte, die zwei Kanadier zu stoppen, wird man dem Sieg schon ein gutes Stück näher gerückt sein. Ein weiterer nicht zu unterschätzender Faktor wird sein, dass viele Genfer Spieler in der Vergangenheit schon dass Dress von Ambri und/oder Lugano getragen haben, für Bozon, Cadieux, Petrov, Crameri, Baldi, Breitbach und Fedulov dürften diese Spiele Derbycharakter haben. Und die Genfer haben natürlich das grosse Ziel sich erstmals für die Halbfinals qualifizieren zu wollen. Auch das Coaching dürfte in dieser Paarung eine entscheidende Rolle spielen, wer seine Schlüsselspieler mehr schonen kann, dürfte am Schluss obenauf schwingen, doch wie bereits erwähnt: Bei Ambri muss man Alternativen zu den zwei Kanadiern finden, doch wer soll die Tore sonst schiessen?
Genf-Servette dürfte sich mit 4:2 Siegen durchsetzen.

HC Davos - ZSC Lions

Sicherlich die Brisanteste aller Paarungen. Der HCD hat ja alles dafür unternommen, um gegen die Lions spielen zu können, man hat den Goalie plus ein paar Leistungsträger in den letzten beiden Spielen geschont, um sich gezielt auf den Playoff-Beginn vorbereiten zu können. Wird dies allerdings ausreichen, um die neuen, hungrigen Löwen aus dem Rennen zu werfen? Mit all den Abgängen, die schon feststehen: Wird es Del Curto schaffen seine Spieler noch genügend zu motivieren? Werden sich diese noch einmal für den HCD zerreissen? Bei den Lions wird man das Problem mit den Ausländer zu lösen haben. An Sulander kommt wohl keiner vorbei, und dann soll man auf Heward setzen, oder vorne das Trio, Alston - Richard - Bohonos zusammen stürmen lassen? Bohonos hat ja auch noch eine Rechnung mit Del Curto offen, vielleicht könnte dies ihm helfen eine neue Motivation zu finden. Was für den HCD spricht ist sicherlich die grössere Routine vieler Spieler in den Playoffs, doch falls Sulander wieder einmal in Bestform ist, könnte er die Lions wieder einmal zum Sieg führen. Wer seine Emotionen richtig kanalisieren kann, dürfte wohl am Schluss in Halbfinal stehen.
Prognose: HCD - ZSC 4:3



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