Saison-Vorschau 2003/04

Fribourg-Gottéron - Gute Zeiten - Schlechte Zeiten?

Von Urs Berger



Fribourg-Gottéron

hockeyfans.ch-
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Rang 9
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Der HC Fribourg-Gottéron hat schlechte Zeiten hinter sich. Noch sitzt der Schock der Nicht-Qualifikation für die Playoffs tief. Die Fans sind nach wie vor entrüstet über den Fehler, welcher in der Fribourger Administration geschehen ist. Doch das Management will dieses Jahr vieles wieder gut machen und den Fans mehr als nur einfaches Eishockey bieten. Folgen nun die guten Zeiten?
Bei der Mannschaft von Fribourg wurde vieles verändert und die enttäuschenden Ausländer der letzten Saison wurden durch ein skandinavisches Trio ersetzt. Mit Thomas Rhodin, Jukka Hentunen und Mikael Karlberg konnte Roland von Mentlen hochkarätige Ausländer an die Saane locken. Mit ihnen kommen nicht nur defensive Stabilität (Rhodin) sondern auch Kraft (Hentunen) und Genialität (Karlberg) in das Freiburger Team. Doch diese drei machen noch nicht ein Team aus, sind aber mit wichtigen Aufgaben innerhalb des Teams verantwortlich. So sollen sie die jungen und hungrigen Spieler wie ein Cyril Berthoud, im verlaufe der letzten Saison von Bern zu Fribourg gestossen, Christian Haldimann (SC Bern), Sandro Abplanalp oder Julien Sprunger (beide aus den Elite-Junioren von Fribourg), an das Nationalliga A Niveau heranführen und ihnen die wichtigen und richtigen Tricks und Kniffs eines "erwachsenen" Spielers beibringen. Auf den Ausländern lastet also mehr als nur der Druck von Spielmachern und Leadern in der Kabine, den sie sollen ja auch noch die Jungen hungrigen Spieler weiter bringen. Sind das schlechte Zeiten für die Ausländer?
Die Verteidigung muss das letzte Jahr vergessen machen. Dort kassierte man mit 165 Treffern am meisten der ganzen Liga und wurde zeitweise respektlos als "Emmentaler" Verteidigung betitelt. Doch dieses Jahr soll alles anders werden. Leider machen aber die einzelnen Verteidiger nicht den Eindruck, als hätten sie an Kraft, Stärke und Einschüchterungspotenzial gewonnen. Eher haben sie auf diesen Positionen noch etwas an Substanz eingebüsst. Oder kann Thomas Rhodin die Fribourger wieder in gute Zeiten zurückführen? Der Schwede hatte immerhin die drittbeste +/- Bilanz der schwedischen Nationalmannschaft an den Weltmeisterschaften in diesem Jahr mit + 10.
Auf der Torhüterposition gibt es gegenüber der letzten Saison eine Veränderung. Die neue Nummer eins in Fribourg ist nun Gian-Luca Mona. Der Sohn des Klubarztes in Ambri-Piotta kehrt nach einer herausragenden Playoff-Viertelfinalserie mit Genf-Servette gegen Bern wieder nach Fribourg zurück. Doch hier in Fribourg kann er nicht auf ein solch herausragendes Defensivspiel zählen wie in Genf. Folgen hier die schlechten Zeiten von Gian-Luca Mona?
Der Sturm wurde im Gegensatz zu letztem Jahr verstärkt. Jukka Hentunen kann bei Fribourg-Gottéron, hat er sich einmal eingelebt in der Mannschaft und in der Stadt, ein herausragender Leader werden. Der ehemalige NHL-Spieler der Clagary Flames und Nashville Predators (38 Spiele, 4 Tore, 5 Assist und 4 Strafminuten) kann bei Gottèron auf dem rechten Flügel viel Gefahr heraufbeschwören und auch die besten Verteidiger mit seinem Lauf, der an den Rapperswiler Dale McTavish erinnert, überlaufen und stehen lassen. Der zweite Schwede im Team von Fribourg-Gottéron ist ein offensiver Überflieger und kann der Motor der Mannschaft werden. Der 32-jährige Topskorer von Leksand (54 Spiele, 17 Tore, 36 Asists, 53 Punkte und 40 Strafminuten) ist schnell, wendig und trickreich auf dem Eis. Er erinnert mit seiner Spielweise an den ehemaligen Kloten Spieler Mikael Johanson und mit diesem wurden die Klotener doch immerhin 3-mal Schweizer Meister. Gute Zeiten für den Sturm von Gottéron?
Die Trainer und das Management haben sich für diese neue Saison vieles vorgenommen. Gerne möchten sie den Lapsus des letzten Jahres vergessen machen, als sie einen nicht spielberechtigten Junior in den entscheidenden beiden letzten Spielen auf das Matchblatt schrieben. Noch tief sitzt der Groll deswegen bei den Fans. Doch bald wird die Zeit der Versöhnung anbrechen und in der guten alten St. Leonard Halle wird der Drache wieder die Spieler aus dem Maul spucken. Das Produkt Eishockey wird für gute Spannung und Unterhaltung auf und neben dem Eis auch in Fribourg und Umgebung wieder sorgen und manchen Fribourg Fan wird sich dann gerne an die Zeiten mit Bykow und Khomutow erinnern, als man ein Eishockey von einem anderen Planeten zelebrierte. Welchen Titel können wir nächstes Jahr gebrauchen wenn wir von Fribourg-Gottéron schreiben? Das es mehr gute als schlechte Zeiten gab?

Vorbereitung:
Siege: Olten (NLB) 5:2, Genève-Servette 3:2, Lausanne 3:2 n.V., Amur Tigers Khabarovsk (RUS) 3:2
Remis:
Niederlagen: Lukko Rauma (FIN) 1:2, Pardubice (CZE) 1:3, Bern 2:4, Rapperswil-Jona 1:5, Espoo Blues (FIN) 2:4, Lausanne 2:3, Lausanne 1:4

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