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Interview mit Mike McParland (Lausanne)

Von Martin Merk, Samuel Hufschmid

In der zweiten NLA-Saison des Lausanne HC seit dem Wiederaufstieg haben die Waadtländer erneut die Playoff-Qualifikation im Visier, welche letzte Saison überraschend knapp verpasst wurde. Auch diese Saison wird Lausanne im Strichkampf involviert sein, zählt jedoch nicht unbedingt zu den Favoriten.
hockeyfans.ch fragte bei Lausannes Trainer Mike McParland über die neue Saison nach.


Das Interview gibt es auch als MP3 zum Anhören! Hier der Link (Zeit 3:07, Grösse 1.24 MB)
 
 
Hockeyfans: Lausanne hat gegen Zug 3:7 verloren. Was klappte heute nicht? Die Abwehr machte nicht so einen sicheren Eindruck.

Mike McParland: Heute war unser grosses Manko die 4 gegen 5 Situationen, vier Tore sind so gefallen. Der Unterschied heute war, dass die Leistungsträger von Zug sehr stark waren und unsere Leistungsträger waren nicht gleich so stark heute.
 
 
Hockeyfans: Wieso spielte ihr neuer Ausländer Jarrod Skalde heute nicht mehr? Ist dies schon eine Vorentscheidung zu Gunsten der anderen drei ausländischen Spielern (Poudrier, Shamolin, Bashkirov)?

Mike McParland: Heute kann man das sicher nicht sagen. Wir haben einige Male mit vier Ausländern gespielt und heute mal mit drei. Am Samstag wird ein anderen aussetzen und zuschauen müssen.
 
 
Hockeyfans: Sind sie im Grossen und Ganzen zufrieden mit der Saisonvorbereitung oder sollten bis zum Saisonstart dringend etwas verbessert werden?

Mike McParland: Ganz klar muss die Konstanz verbessert werden. Nach 30 Minuten stand es noch 2:2, nach der 4-Minutenstrafe gegen N'Goy und zwei Minuten gegen Wicky schiesst Zug gleich das 3:2, 4:2 und da hatten wir einen Zusammenbruch. Da müssen wir stärker sein.
 
 
Hockeyfans: Mike, ihr hattet zuletzt sowohl sportlich wie auch finanziell eine bessere Saison, als es viele erwartet hatten. Wieso hat Lausanne auf dem Transfermarkt nicht so aufgetrumpft? Einige Spieler, mit denen sie verhandelt hatten, gingen zum Nachbar Servette...

Mike McParland: Servette bietet mehr an, Geld ist alles. Leider hat Lausanne wieder das kleinste Budget der Nati A und wenn Genf 30 000, 40 000 mehr bietet für den gleichen Spieler, ist es für Lausanne schwierig mitzuhalten.
Steckbrief
 
Vorname: Mike
Name: McParland
Position: Trainer
Geburtstag: 08.11.1958
Nationalität: Kanada
Zivilstand: verheiratet
Bisherige Clubs als Spieler: University of Guelph (OHL)
Sudbury Wolves (OHA)
Bisherige Clubs als Trainer: Thurgau
Herisau
Lyss
La Chaux-de-Fonds
Rapperswil
Chur
Lausanne
Bei Lausanne seit: 2001/02
Vertrag bis: 2003/04
 
Club

Lausanne HC (NLA)

 
 
Hockeyfans: Wie hoch schätzen sie die Chancen, dass es Lausanne dieses Mal in die Playoffs schafft und was spricht für Lausanne?

Mike McParland: Alles muss sicher optimal für uns laufen, wir müssen ohne Verletzte bleiben. Wir brauchen auch das nötige Glück, dass uns letzte Saison am Schluss gefehlt hat.
 
 
Hockeyfans: Welche vier Teams sehen die denn hinter Lausanne?

Mike McParland: (lacht) Ich hoffe alle. Realistisch: Genf, Langnau, Rapperswil, vielleicht Fribourg.
 
 
Hockeyfans: Welche ihrer Spieler würden sie Ralph Krueger für die Nationalmannschaft empfehlen?

Mike McParland: Ich glaube Michael N'Goy ist ein zukünftiger Spieler für die Nationalmannschaft, erst 20 Jahre als, läuferisch und körperlich überlegen. Er muss einfach noch das Spiel finden auf dem Niveau, das für einen Nationalspieler nötig ist.
 
 
Hockeyfans: Ihr Tipp: Wer wird Schweizer Meister?

Mike McParland: Mit dem Budget, dass Lugano hat, sollten sie jedes Jahr Schweizer Meister werden, aber ich glaube, Davos wird wieder Meister sein.
 
 
Hockeyfans: Mike McParland, besten Dank für dieses Interview!

(Lyss, den 29.08.2002, nach dem Vorbereitungsspiel Lausanne HC - EV Zug am Industrie-Cup, Spielbericht-/Fotos)



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